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Frag doch mal die Cloud

Digitalisierung ist das Top-Weiterbildungsthema. Lernplattformen aus der Cloud bieten Unternehmen die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter auf unterhaltsame Weise fit für die digitale Transformation zu machen – und zwar in jedem gewünschten Tempo.

© maxsim -Fotolia

Die Baubranche zählt nicht unbedingt zu den Vorreitern in Sachen Digitalisierung. Wer Steine, Beton, Holz oder Stahl verarbeitet, tut das mehr oder weniger analog. Bei der Ardex GmbH in Witten ist die Geschäftsführung allerdings der Meinung, dass sich das sehr schnell ändern wird. „Die Voraussetzung für die digitale Transformation ist, dass man die Mitarbeiter befähigt, in dem digitalen Kontext agieren zu können“, sagt Frank Küstner, Corporate Unit Leiter Digitale Transformation bei Ardex.

Das mittelständische Familienunternehmen stellt chemische Spezialbaustoffe her, etwa Estrich, Spachtelmassen, Fliesenkleber und Fugendichtstoffe – und hat für seine Mitarbeiter ein aktuelles Pilotprojekt mit der Cloud-Lernplattform des Anbieters Masterplan gestartet. Auf dem Lehrplan steht „Das 1x1 der Digitalisierung“, wobei es um die Fachbegriffe, Grundlagen und Zusammenhänge der digitalen Transformation geht. Am Ende des Kurses können die Mitarbeiter ihr gewonnenes Wissen in einem Multiple-Choice-Test überprüfen. Auf dem Grundkurs setzen später Spezialthemen auf, wie digitales Marketing oder digitale Personalarbeit.


Einloggen und loslegen

Die Lernplattform befindet sich in der Cloud des Anbieters Masterplan, sodass die Inhalte an jedem Ort und zu jeder Zeit von den Mitarbeitern genutzt werden können. Dazu benötigen sie lediglich ein internetfähiges Endgerät und eine breitbandige Internetverbindung. „Wie man es vom Streamen von Serien auf Plattformen wie Netflix oder Amazon Prime Video kennt, können sich die Kollegen über die Videolektionen digitales Wissen aneignen, und das ganz in ihrem Tempo“, erklärt Küstner. Jedoch sollte man bei dieser Lernform die Zeit etwas großzügiger einplanen: „Wir haben den Aufwand unterschätzt“, stellt Küstner fest. „Für 20 Stunden Content im Grundkurs braucht man schon in der Bearbeitung 30 bis 40 Stunden.“ An dem Pilotprojekt nehmen 60 Mitarbeiter teil, die eifrig mitmachen und sich über die Möglichkeit freuen, sich zeit- und ortsunabhängig Wissen anzueignen.

Mit seinen Aktivitäten liegt Küstner im Trend: In einer aktuellen Studie des Digitalverbands Bitkom geben 54 Prozent der Unternehmen an, ihre Weiterbildungsinvestitionen im Jahr 2019 zu erhöhen. Doch mittelständische Unternehmen verfügen häufig nicht über ausreichende Ressourcen, um dies im eigenen Betrieb zu stemmen.

Hier kommen die Lernplattformen aus der Cloud ins Spiel, die Unternehmen nach ihrem Bedarf nutzen können. „Es reicht nicht mehr aus, dass sich Unternehmen digitale Expertise nur extern einkaufen. Die eigenen Mitarbeiter müssen mitgenommen werden – denn letztendlich sind sie es, die Ideen beisteuern und Neues auf den Weg bringen“, erklärt Daniel Schütt, der gemeinsam mit Stefan Peukert im Jahr 2015 die Plattform Masterplan gegründet hatte. Ziel ist es, Ängste abzubauen, Wissen zu schaffen und digitales Denken und Handeln zu fördern. Konzerne wie Siemens und die Otto Group schulen ihre Angestellten bereits mit Masterplan, aber auch Mittelständler wie Ardex. Insgesamt zählt Masterplan in Deutschland bereits 60 Kunden.

Spielend lernen

Der Bedarf an individuell zugeschnittenen Lehr- und Lernangeboten steigt, der digitale Wandel macht es notwendig, dass die Mitarbeiter ihre Fachkenntnisse immer wieder auf den neuesten Stand bringen oder neue Kenntnisse erwerben. Digitale Lernplattformen gewinnen in der Weiterbildung von Personal an Bedeutung. Cloud-Anbieter liefern dabei neben der Plattform auch die Inhalte, die sie spielerisch vermitteln. Wer etwa bei My Trailhead von Salesforce Lerninhalte bestanden hat, erhält digitale Abzeichen. Der US-amerikanische Anbieter Cornerstone bietet ein Abo-Modell für Unternehmen, wie man es vom Streamingdienst Netflix kennt, sowie kuratierte Lerninhalte und Empfehlungen wie bei Spotify.

Einen Schritt weiter ins echte Leben geht die digitale Bildungsinitiative ada der Handelsblatt Media Group. Sie kombiniert Inhalte auf einem Online-Hub, vernetzt die Teilnehmer via Social Media sowie auf vierteljährlichen Live-Events. Teilnehmende Unternehmen sind unter anderem Henkel, Douglas, Lanxess, Trumpf und Grohe. Doch das Interesse aus dem Mittelstand ist so groß, dass ada für diese Kunden im kommenden Jahr angepasste Pakete plant.

Die Unternehmen, die bereits digitale Lernangebote nutzen oder ihre Einführung konkret planen, nannten in einer Studie des Digitalverbands Bitkom als Vorteile vor allem die zeitliche und örtliche Flexibilität. Jedes zweite Unternehmen ist außerdem der Meinung, dass E-Learning selbstorganisiertes und lebenslanges Lernen fördert. Erleichterter Zugang zum Lernen, standardisierte Qualität der Kursinhalte und individuelle Inhalte sind weitere Vorteile. Aber auch der Faktor Kostenersparnis spielt eine entscheidende Rolle.

Online nach Stanford

Der Bitkom selbst betreibt eine Weiterbildungsplattform. Ein weiteres Beispiel für das Lernen in der Cloud sind sogenannte Massive Open Online Courses (MOOCs). Das sind interaktive Onlinekurse, die weltweit und kostenlos zugänglich sind. Zahlreiche Universitäten – vom MIT über Stanford bis zur TU München – bieten diese Plattformen an. Sie kombinieren traditionelle Formen der Wissensvermittlung wie Videos, Lesematerial und Problemstellungen mit Foren, in denen Lehrende und Lernende in virtuellen Lerngruppen interagieren. „MOOCs sind ein spannendes Format – sie erlauben es, neueste Lehrinhalte auf moderne Art und Weise einem internationalen Publikum rund um die Uhr zur Verfügung zu stellen. Dies passt genau zum aktuellen Trend der Weiterbildung“, erklärt Hans Pongratz, Vizepräsident für IT-Systeme & Dienstleistungen der TU München. Die Weiterbildung sei über das gesamte Berufsleben aufgrund des rasanten technologischen Wandels enorm wichtig geworden, ist der Experte überzeugt.

Eine andere Art der Wissensvermittlung bietet platform3l aus der Cloud an, wobei „3l“ für lebenslanges Lernen steht. Das Bonner Startup will mit seiner Plattform ein Problem beheben, das vor allem Mittelständler betrifft: Sie erhalten durch die lange Verweildauer der Mitarbeiter im Unternehmen wenig Impulse von außen und schmoren sozusagen im eigenen Saft. platform3l vorsorgt die Mitarbeiter mit dem täglichen Zukunftsimpuls über Email. Dafür greift platform3l auf eine riesige Datenbank aus Anwendungsfällen von Trendforschungsinstituten zurück und filtert die Daten je nach Branche. „Mit diesen Impulsen bringen wir Mitarbeiter auf Ideen für eigene Ansätze, mit denen sie digitale Herausforderungen in ihrem Unternehmen bewältigen können“, sagt Gründerin und Geschäftsführerin Gabriele Riedmann de Trinidad. „Ihre Ideen laden sie dann auf unserer Plattform hoch. Und anschließend helfen wir ihnen bei der Umsetzung.“ So können Unternehmen die Erfahrungen der eigenen Mitarbeiter für ihre digitale Strategie nutzen.

Neben dem digitalen Wissen und neuen Impulsen vermitteln die Lernplattformen in der Cloud auch ganz praktische Fertigkeiten in den Bereichen Verkauf, Marketing und Design, Datenschutz und Compliance oder Projektmanagement. Auf dem Programm beim Wittener Familienunternehmen Ardex steht demnächst beispielsweise das Thema Präsentationstechniken.

Quelle: Creditreform.de



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