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Beziehungen auf einem neuen Level

Konflikte mit und unter Mitarbeitern sind teuer und belasten Teams. Verschiedene Persönlichkeiten in einem Team wiederum sind eine Bereicherung. Gutes Management bringt Persönlichkeitstypen zusammen und verbessert die Zusammenarbeit.

© tomertu - Fotolia

Kennen Sie das? Zwei Mitarbeiter sind auf einer Wellenlänge und lösen ein Problem ganz nebenbei in der Kaffeepause. Zwei Mitarbeiter, die unterschiedlich ticken, schicken einander 50 Mails und nehmen dabei vom Praktikanten bis zum Vorstand jeden cc. Das hält die Beteiligten so lange von ihrer Arbeit ab, bis ein Vorgesetzter eingreift und die Auseinandersetzung aus der Welt schafft – bis zum nächsten Zwist.

Fest steht: Streitigkeiten im Berufsleben kosten Zeit und demzufolge auch Geld. „Konflikte können je nach Anzahl der Beteiligten und Unternehmensgröße leicht Kosten von deutlich mehr als 10.000 Euro verursachen“, sagt Karsten Munscheck, Professor im Fachbereich Wirtschaft und Medien an der Hochschule Fresenius. „Sind in einem Großkonzern mehrere Abteilungen über einen längeren Zeitraum verwickelt, können diese auch auf einen zweistelligen Millionenbetrag anwachsen.“

Michael Portz, Gründer und Coach bei der COA Academy, beschäftigt sich seit Jahren mit der Frage, wie Führungskräfte die Zusammenarbeit im Unternehmen verbessern und so die Effizienz steigern können. „Wie kann ich so kommunizieren, dass die Mitarbeiter mich verstehen? Wie kann eine zielgerichtete Kommunikation innerhalb von Teams aussehen?“ Der Business Coach arbeitet mit einem Vier-Farben-Modell, das die Handlungs- und Kommunikationspräferenzen jedes Menschen verständlich machen soll.

Blau wie Analyse, Grün wie Gemeinschaft

„Blau steht für den Analytiker, sein Motto ist: Wir machen es korrekt. Grün steht für wertorientierte Menschen, denen es wichtig ist, die Gemeinschaft zusammenzuhalten. Gelb steht für Kreative, die am liebsten zusammenarbeiten. Rot steht für Macher mit dem Motto: Wir machen es jetzt.“ In jedem Menschen seien alle Farbtypen in unterschiedlicher Ausprägung vorhanden. „Überzeugt hat mich die Einfachheit und die Möglichkeit, Missstände ohne Bewertung anzusprechen. Wer früher im Meeting kritisiert hat: Ihr seid heute aber aggressiv, sagt jetzt: Es ist ganz schön viel rote Farbenergie im Raum.“

Um die Präferenzen der einzelnen Mitarbeiter darzustellen, arbeitet Portz mit der Insights Group zusammen, die eine entsprechende Analyse anbietet. „Wir ermöglichen Mitarbeitern und Führungskräften, ihr eigenes Verhalten besser kennenzulernen und einzuordnen“, sagt Nicole Rengelshausen, Senior Consultant bei der Insights Group. „Dazu wird anhand eines Online-Fragebogens – bestehend aus 25 Abschnitten mit je vier Wortpaaren – jeder gebeten, sein Verhalten im Arbeitsumfeld einzuschätzen.“  

Kai Schlegel, CTO der Energiehandelsplattform Enmacc, hat den Fragebogen im vergangenen Juni ausgefüllt, genau wie sein Team. Der Grund: Enmacc war 2019 stark gewachsen, Schlegel war der Ansicht, die Kommunikation habe sich verschlechtert – ihm war aber nicht klar, warum. „Ich wusste damals nicht, dass es verschiedene Persönlichkeitstypen gibt, die alle unterschiedliche Präferenzen in der Kommunikation haben“, sagt Schlegel. „Heute ist mir klar: Mein Team ist grün und ich bin rot.“ Wenn der CTO jetzt eine Entscheidung verkündet, begründet er sie viel stärker und liefert die zugrundeliegenden Daten gleich mit. „Seitdem fällt es meinem Team leichter, die damit verbundenen Aufgaben anzugehen.“

Erfahren, wie andere ticken

Auch die Mitarbeiter der Weiterbildungsplattform Blink.it haben einander ihre Präferenzen offengelegt. Nun gibt es ein Whiteboard im Unternehmen, das die drei wichtigsten Kommunikationswünsche jedes Beschäftigten zeigt. „Da steht dann beispielsweise: Ich mag es, wenn man strukturiert und vorbereitet ist“, sagt Mitgründer Michael Witzke. „Wenn Kollegen zum ersten Mal zusammenarbeiten, gehen sie zum Whiteboard und erfahren dort, was sich die anderen wünschen.“ Bei Unstimmigkeiten helfen die Infos dabei, Lösungen zu finden. „Im Konfliktfall stellen wir uns die Frage: Welches Kommunikationsbedürfnis hat die andere Person, das ich gerade nicht erfülle? Was kann ich ändern?“

Ganz wichtig für Witzke: „Es geht um Präferenzen. Das heißt aber nicht, dass die Person in anderen Bereichen keine Kompetenzen hat.“ Sein Mitgründer beispielsweise sei gelb, also kreativ und kooperativ, könne aber aufgrund seiner Ausbildung zum Physiker und Mathematiker das komplette blaue, analytische Spektrum spielen. „Das kostet ihn nur mehr Energie, als in seinem natürlichen Fahrwasser zu fahren. Man kann immer Kompetenzen in die andere Richtung erwerben, es ist nur eine größere Herausforderung.“

Deshalb werden die Aufgaben im Team von Ina Lesser seit der Analyse mehr nach Präferenzen verteilt. Lesser ist Personalleiterin beim Games-Produzenten Remote Control Productions und sagt: „Ich bin gelb-grün und meine Kollegin Alexandra ist primär rot-blau. Zu sehr trockenen und analytischen Aufgaben muss ich mich aufraffen; wenn ich das geschafft habe, kostet es mich sehr viel Zeit und Energie. Alexandra liegen solche Aufgaben eher und sie bearbeitet sie in wesentlich kürzerer Zeit.“ Geht es darum, Kontakte und Netzwerke zu knüpfen, übernimmt meist Ina Lesser: „Ich bin jemand, der gut auf Leute zugehen kann, und bin sehr kommunikativ. Deshalb machen mir zum Beispiel Abendveranstaltungen nichts aus.“  

Führen nach Farben

Klingt esoterisch? „Wir hatten vor dem ersten Workshop die Befürchtung, belächelt zu werden“, räumt Enmacc-CTO Schlegel ein. Eine Sorge, die sich als unbegründet herausstellte. Heute sind die Persönlichkeitstypen Bestandteil vieler Meetings und Personalgespräche. „Unser Teambarometer zeigt eine deutlich höhere Mitarbeiterzufriedenheit“, sagt Schlegel. „Wir bekommen häufiger zu hören, das Miteinander sei offener geworden.“
Für Ina Lesser und ihr Team war es erst mal ungewohnt, sich im Unternehmenskontext derart zu öffnen – ein Grund, warum Nicole Rengelshausen von Insights dazu rät, im Vorfeld transparent zu machen, was mit den Präferenz-Profilen geschieht. „Die Auswertung basiert auf Ehrlichkeit, die entsteht am ehesten im angstfreien Raum“, sagt Rengelshausen. „Wir verstehen uns als Entwicklungsinstrument und deswegen werden die Profile nur von lizenzierten Partnern im Rahmen von Workshops und Coachings an die Profilempfänger ausgegeben.“

Für den Games-Produzenten Remote Control Productions hat sich der Einsatz gelohnt. „Das kollegiale Miteinander hat sich wesentlich verbessert“, sagt Personalchefin Lesser. „Bereits bei der Rekrutierung gewisser Positionen berücksichtigen wir seit neuestem auch das Präferenz-Profil.

Quelle: Creditreform.de


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