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Aus allen Wolken

Jedes Unternehmen hat andere Anforderungen an seine Cloud-Services. Um diese optimal abzudecken, nutzen Firmen zunehmend verschiedene Lösungen von mehreren Anbietern und bündeln sie in einer sogenannten Multi-Cloud.

© Alex -Fotolia
Für die iMi digital GmbH, eine Full-Service-Internet-Agentur in Eltville am Rhein, gehören Cloud-Services seit ihrer Gründung im Jahr 2000 zur IT-Grundausstattung: Neben Office 365 für Exchange, Teams, SharePoint und dem Online-Speicher OneDrive aus der EU-Cloud von Microsoft und weiteren Lösungen von Drittanbietern betreibt das Unternehmen zwei selbst entwickelte Cloud-Lösungen in angemieteten Rechenzentren. Dieses sogenannte Multi-Cloud-Konzept bringt dem Unternehmen handfeste Vorteile: „Damit können wir unseren Bedarf flexibel anpassen und die Kosten besser kalkulieren“, erklärt Stephan Nachtsheim, Geschäftsleiter Informationstechnologie von iMi digital. Alle Anwendungen sind zu einer Gesamtlösung integriert. Für die 110 Mitarbeiter ist das Arbeiten damit einfach, denn sie benötigen nur ein einziges Login und müssen sich nicht für jede Anwendung einzeln anmelden.

Wie der mittelständische Dienstleister aus Eltville nutzen dem aktuellen Cloud-Monitor 2019 zufolge hierzulande bereits drei von vier Unternehmen Cloud Computing. Der Begriff steht für die bedarfsgerechte Bereitstellung von IT-Leistungen wie Software, Speicherplatz oder Rechenleistung über Datennetze. Für die Studie hat Bitkom Research im Auftrag des Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmens KPMG 553 Unternehmen mit 20 oder mehr Mitarbeitern in Deutschland befragt. „Die meisten können und wollen auf Cloud Computing nicht mehr verzichten“, sagt Axel Pols, Geschäftsführer von Bitkom Research. Der Grund: „Cloud-Anwendungen sind nicht nur kosteneffizienter, sondern auch die Basis für zukunftsfähige Geschäftsmodelle.“

Private, Public oder Hybrid?

Unternehmen haben dabei die Wahl zwischen verschiedenen Bereitstellungsformen der Leistungen aus dem Internet: Im vergangenen Jahr nutzte mehr als die Hälfte der von Bitkom Research befragten Unternehmen die sogenannte Private Cloud, die sie selbst im Unternehmen oder in einem Rechenzentrum eines Anbieters betreiben. Mehr als ein Drittel bezieht seine Ressourcen aus der Public Cloud von Anbietern wie Microsoft, Amazon, VMware oder der Deutschen Telekom, die über das öffentliche Internet zur Verfügung gestellt werden. Beliebt ist auch ein Mix aus Private und Public Cloud, die sogenannte Hybrid Cloud. Die Unternehmen entscheiden dabei, welche Daten sie jeweils in welche Variante auslagern. Besonders sensible Informationen legen sie in der Private Cloud ab, öffentlich zugängliche in der Public Cloud.

Jede Plattform hat dabei ihre Stärken und Schwächen, eine alleine kann kaum die unterschiedlichen Anforderungen der Unternehmen erfüllen. Die Lösung liegt also wie bei iMi digital in der sogenannten Multi-Cloud. Sie erlaubt die gleichzeitige Verwendung verschiedener Plattformen, Services und Anwendungen von unterschiedlichen Providern über eine zentrale Oberfläche. Der Vorteil: Unternehmen sind nicht von einem einzigen Anbieter abhängig. Moderne Applikationen bieten umfangreiche Programmierschnittstellen, sogenannte APIs, sodass sich verschiedene Clouds miteinander verbinden lassen.

Vielfalt schafft Sicherheit

Mit ihrer Multi-Cloud-Strategie setzen Unternehmen also genau die Dienste ein, die für die jeweiligen Anwendungsbereiche am besten geeignet sind. Experten halten diese Form daher für die zukunftsträchtigste Cloud-Nutzung, denn sie bietet viele Vorteile: Der Einsatz vieler Lösungen mehrerer Anbieter schützt Unternehmen beispielsweise vor dem sogenannten Vendor Lock-in, also der Abhängigkeit von einem Anbieter. Auch die Sicherheit und die Verfügbarkeit der IT steigen mit einer Multi-Cloud-Strategie. Beispiele aus der Vergangenheit zeigen, wie Störungen eine Cloud lahmlegen können. So waren im Jahr 2017 wegen des Ausfalls eines Servers von Amazon Web Services über Stunden Webseiten offline, darunter die von Expedia und Snapchat. Wer mehrere Anbieter nutzt, hat keinen Totalausfall und zudem eine Ausweichmöglichkeit.

Laut einer Marktforschung des US-amerikanischen Beratungsunternehmens IDC werden im Jahr 2021 rund 90 Prozent aller Unternehmen Multi-Cloud-Services und -Plattformen nutzen. Anwendungen, die hohe Ansprüche an Rechenleistung, Speicherbedarf oder Netzwerkperformance haben, können bei einem Anbieter betrieben werden, der sie erfüllt. Andere, unkritische Services lassen sich dagegen bei kostengünstigeren Providern hosten. Der entstehende Service-Mix hat positive Auswirkungen, sowohl auf die IT-Kosten als auch auf die Leistungsfähigkeit der Anwendungen. Und sogar für die im Mai 2018 in Kraft getretene EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) kann die Multi-Cloud eine Lösung sein. Denn damit lässt sich anhand von Regeln genau festlegen, welche Daten wo – etwa ausschließlich auf DSGVO-konformen Servern innerhalb der EU – gespeichert werden.

Spezialisten gesucht

Das Konzept stellt Unternehmen aber auch vor Herausforderungen: Die Vernetzung und der parallele Betrieb von Services verschiedener Anbieter benötigt Spezialwissen, das nur die wenigsten selbst besitzen. Hinzu kommt ein höherer Aufwand für die Verwaltung und Abrechnung der Dienste. Außerdem müssen die externen Cloud-Plattformen mit den unternehmenseigenen Datensicherheits-, Datenschutz- und Compliance-Auflagen harmonieren.
 
Bei iMi digital kümmert sich daher ein dreiköpfiges Team von Systemadministratoren um die Konfiguration, Wartung und den datenschutzkonformen Betrieb der Multi-Cloud. Andere Unternehmen arbeiten mit spezialisierten Dienstleistern, sogenannten Managed Multi-Cloud-Providern. Laut einer Studie des Forschungs- und Beratungsunternehmens Crisp Research, zusammen mit dem Telekommunikationsanbieter QSC und dem Branchenverband EuroCloud Deutschland möchten 73 Prozent der befragten Entscheider aus Unternehmen mit mindestens 200 Mitarbeitern die Einführung eines solchen Systems gemeinsam mit einem spezialisierten Dienstleister in Angriff nehmen.

Dass die Multi Cloud kommen wird, steht für sie außer Frage. Auch den Grund nennt die Crisp-Studie: Sie ist schlicht ein notwendiger Schritt zur Wettbewerbsfähigkeit im digitalen Zeitalter. Ob digitale Arbeitsumgebungen, vernetzte Logistik- und Produktionsketten oder eine Digital Customer Experience – die Einsatzbereiche für die Multi-Cloud sind offenbar unbegrenzt.

Quelle: Creditreform.de


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