Wassergewinnung und -versorgung in Deutschland

Die folgende Marktanalyse bietet Ihnen den idealen Einstieg mit Daten, Zahlen und Fakten aus der FirmenWissen/Creditreform-Datenbank für Wirtschaftsauskünfte. Creditreform ist Marktführer – kein anderer Wettbewerber bietet eine höhere Qualität, Aktualität und Vollständigkeit.

Inhalt

Überblick zur Branche Wassergewinnung und -versorgung in Deutschland

Im aktuellen Datenbestand von FirmenWissen sind 841 Unternehmen in der Branche Wassergewinnung und -versorgung gelistet. Die größte Anzahl von Unternehmen ist in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Schleswig-Holstein ansässig. Das durchschnittliche Unternehmensalter in diesem Wirtschaftszweig liegt bei 26 Jahren.

Umsatz
In der Branche Wassergewinnung und -versorgung liegt der durchschnittliche Umsatz eines Unternehmens bei 6.475.500,00 Euro. Im letzten Jahr veränderte sich der Umsatz durchschnittlich um +1,68 Prozent.

Personal
Die Anzahl der Mitarbeiter liegt im Mittel bei 6 Mitarbeitern. Das Alter von Managern liegt im Schnitt bei 56 Jahren mit einer Beschäftigungsdauer von 6 Jahren. Die Frauenquote im Management liegt im Durchschnitt bei 8,77 Prozent.

Entwicklung
Innerhalb des letzten Jahres haben 3 Unternehmen in der Branche Insolvenz angemeldet. Dem gegenüber stehen 7 Unternehmen, die im selben Zeitraum neu gegründet wurden.

Anzahl der Einträge in der Branche
Quelle: Creditreform/FirmenWissen-Datenbank am 19.11.2019

841

Unternehmen

Durchschnittliches
Unternehmensalter

26

Jahre

Durchschnittlicher
Umsatz

6,5

Mio. Euro

Durchschnittliche
Umsatzentwicklung

1,68

Prozent

Durchschnittliche
Mitarbeiteranzahl

6

Personen

Anzahl
Neugründungen

7

im letzten Jahr

Anzahl
Insolvenzen

3

im letzten Jahr

Weiterführende Informationen zur Branche Wassergewinnung und Wasserversorgung:

Unter der Branchenbezeichnung Wasserversorgung verbirgt sich die Erschließung und die Bereitstellung von Trink- und Betriebswasser. Weiterlesen

Gemäß Aussagen des Deutschen Umweltbundesamtes liegt der Anschlussgrad der Bevölkerung an das öffentliche Trinkwassersystem bei 99%. Der Pro-Kopf-Verbrauch der Bevölkerung an Trinkwasser lag im Jahr 2010 bei 121 Litern pro Tag.

Geschichte der Wassergewinnung und Wasserversorgung

Die erste moderne Wasserversorgung entstand im Jahr 1848 in Hamburg, nachdem ein Brand große Teile der Altstadt vernichtet hatte. Die nur schlechte Versorgung mit Löschwasser bedingte das große Ausmaß an Zerstörung und um eine Wiederholung zu verhindern, wurde mit dem Aufbau einer Löschwasser- und Wasserversorgung begonnen, der 1848 abgeschlossen wurde.

Erst im Juli 2010 wurde durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen festgelegt, dass das Recht auf Trinkwasser und auf sanitäre Versorgung ein universelles Menschenrecht ist. Im Zuge dieser Resolution wurden die Staaten und internationalen Institutionen dazu aufgefordert Finanzmittel bereitzustellen, Kapazitäten aufzubauen und Technologien weiterzugeben, mit dem Ergebnis, eine weltweite Bereitstellung von sauberem Trinkwasser zu erreichen.

Aufbau der Branche Wassergewinnung und Wasserversorgung

Die Unternehmen dieser Branche sind verantwortlich für die Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung von Trink- und Betriebswasser. Die Gewinnung von Grundwasser erfolgt durch den Betrieb von Brunnen oder auch aus Quellen, Seen, Flüssen, Teichen sowie dem Auffangen von Regenwasser. Anschließend erfolgt folgt die Aufbereitung des Wassers.

Die Gewinnung von Wasser erfolgt aus den verschiedensten Quellen. Eine Quelle ist das Niederschlagswasser. Doch hinsichtlich der eingeschränkten Verfügbarkeit (unterschiedliche Niederschlagsmengen) und der nicht unmittelbaren Verwendbarkeit des Wassers für den Menschen ist dies eine nur unsichere Quelle. Eine weitere Quelle ist das sogenannte Oberflächenwasser. Hierbei handelt es sich um Wasser aus Flüssen, Seen, Meeren und Talsperren. Das Wasser aus Flüssen wird hauptsächlich zur Versorgung von Betrieben mit Wasser verwendet, da es stark verunreinigt ist. Nur wenn keine anderen Quellen verwendet werden können, wird es nach umfangreicher Aufbereitung als Trinkwasser verwendet. Die bevorzugte Quelle für Trinkwasser ist das Grundwasser.

Im Anschluss an die Gewinnung des Wassers, erfolgt die Aufbereitung. Sie umfasst zwei Arbeitsschritte. Zunächst werden Stoffe wie Eisen, Mangan und Keime aus dem Wasser entfernt und es wird gereinigt. -Im nächsten Schritt werden fehlende Stoffe ergänzt. Die Entsorgung von Abwasser entfällt auf die Gemeinden und Städte und deren Betriebe. Um dies umzusetzen stehen den Kommunen verschiedene Betriebsformen zur Verfügung:

  • Regiebetrieb: Die Gemeinde betreibt den Betrieb im Rahmen der allgemeinen Gemeindeverwaltung.
  • Eigenbetrieb: Die Gemeinde betreibt den Betrieb mit eigenständiger Buchführung und klassiert ihn als Sondervermögen.
  • Eigengesellschaft: Das Unternehmen liegt in der Hand der Gemeinde, ist jedoch in einer privaten Rechtsform organisiert.
  • Betreiber-/Kooperationsmodell: Die Gemeinde ist weiterhin in der Verantwortung für die Erfüllung der Aufgaben zu sorgen. Der Betrieb der Abwasseranlage wird jedoch auf einen Privatunternehmer übertragen.

Die Abwasserentsorgung umfasst zwei zentrale Aspekte: Den Transport des Abwassers über Kanalnetze oder Pump-Wagen und die Aufbereitung des Abwassers. Diese Aufgaben können auch von zwei unterschiedlichen Unternehmen umgesetzt werden. Im Jahr 2008 erfolgte in Deutschland die Gründung des Vereins „German Water Partnership“. Er besteht aus Vertretern der Wasserwirtschaft und –Forschung, der von der Bundesregierung unterstützt wird. Er soll helfen den internationalen Auftritt der deutschen Wasserwirtschaft zu verbessern und die Kompetenzen und Leistungsangebote bündeln. Außerdem sollen die Lösungen und Ansätze die der Wassersektor ausarbeitet wasserwirtschaftliche Probleme weltweit lösen.

Die Umsetzung und Einhaltung der wasserrechtlichen Vorschriften obliegt in Deutschland den Ländern. Ausnahme sind lediglich die sogenannten Bundeswasserstraßen, deren Eigentümer der Bund ist. Somit ist es auch in seiner Verantwortung sie zu verwalten und Instand zu halten. Anschließend an die Wassergewinnung folgt die Aufbereitung. Sie erfolgt unter zu Hilfenahme von mechanischen, physikalischen, chemischen, biologischen oder Membranverfahren. Im Zuge von mechanischen Verfahren wird das Wasser mit Hilfe von Sieben oder Filtern aufbereitet. Eine häufig genutzte Filterart ist der Aktivkohlefilter, er absorbiert gelöste im Wasser vorhandene Stoffe aus dem Wasser. In einer Wasseraufbereitungsanlage werden die verschiedenen Verfahren je nach Notwendigkeit eingesetzt. So werden zum Beispiel zur Aufbereitung von Oberflächen- und Grundwasser völlig unterschiedliche Verfahren benötigt.

Berufe in der Branche Wassergewinnung und Wasserversorgung

Die Ausbildungs-, Studiums- und Arbeitsmöglichkeiten in der Wasserwirtschaft sind vielfältig. Im Folgenden werden einige Beispielhaft angeführt.

  • Fachkraft für Abwassertechnik: Eine Fachkraft für Abwassertechnik ist dafür verantwortlich Wasser aufzubereiten, Wasserproben zu analysieren, die Wartung und Steuerung von Entwässerungssystemen und vieles mehr. Im Zuge der dreijährigen Ausbildungsphase lernen die zukünftigen Fachkräfte zum Beispiel wie sie Arbeitsstoffe vereinigen, trennen, reinigen, wie sie Abwasser analysieren oder technische Skizzen zeichnen. und vieles mehr, was ihnen beim Bewältigen ihrer täglichen Aufgaben hilft.
  • Wasserbauer: Die Ausbildung zum Wasserbauer geht über drei Jahre und vermittelt das nötige Wissen, um Wasserstände und –Tiefen zu messen, den Schutz von Wasserwegen und Küstenbauwerken zu sichern und somit Schleusen, Wehren, Stauseen und anderes zu betreuen.
  • Hydrologe: Die Ausbildung zum Hydrologen erfolgt über ein Universitätsstudium. Im Zuge des Studiums lernen die Studenten die notwendigen Methoden um Messungen und Beobachtungen des Wasserkreislaufes durchführen und auswerten zu können. Außerdem erlernen sie die nötigen Fähigkeiten um Auftretende Probleme des Wasserwesens lösen zu können.
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Regionale Verteilung

Wo sind die meisten Unternehmen der Branche Wasserversorgung ansässig? Hier sehen Sie den aktuellen Vergleich, geordnet nach Bundesländern und Städten.

Rankings

Wer führt bei Umsatz und Mitarbeiterzahl? Wer sind die ältesten Unternehmen der Branche? Hier finden Sie aktuelle Ranglisten für Unternehmen der Branche Wasserversorgung.

Branchenstruktur

Die Brancheneinteilung folgt der WZ-2008, der offiziellen Klassifikation der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes. Die Zuordnung des Branchencodes wird von Creditreform auf der Basis der Handelsregistereintragung zum Gegenstand des Unternehmens (und ggf. weiterer Informationen) vorgenommen.

E: Wasserversorgung; Abwasser- und Abfallentsorgung und Beseitigung von Umweltverschmutzungen

Neugründungen und Insolvenzen

Die FirmenWissen-Datenbank enthält aktuelle Daten zu Neugründungen und Insolvenzen.

Firmenadressen – Wasserversorgung

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