Versicherungen und Pensionskassen in Deutschland

Die folgende Marktanalyse bietet Ihnen den idealen Einstieg mit Daten, Zahlen und Fakten aus der FirmenWissen/Creditreform-Datenbank für Wirtschaftsauskünfte. Creditreform ist Marktführer – kein anderer Wettbewerber bietet eine höhere Qualität, Aktualität und Vollständigkeit.

Inhalt

Überblick zur Branche Versicherungen und Pensionskassen in Deutschland

Im aktuellen Datenbestand von FirmenWissen sind 3.331 Unternehmen in der Branche Versicherungen und Pensionskassen gelistet. Die größte Anzahl von Unternehmen ist in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern ansässig. Das durchschnittliche Unternehmensalter in diesem Wirtschaftszweig liegt bei 11 Jahren.

Umsatz
In der Branche Versicherungen und Pensionskassen liegt der durchschnittliche Umsatz eines Unternehmens bei 752.258,00 Euro. Im letzten Jahr veränderte sich der Umsatz durchschnittlich um +1,90 Prozent.

Personal
Die Anzahl der Mitarbeiter liegt im Mittel bei 2 Mitarbeitern. Das Alter von Managern liegt im Schnitt bei 52 Jahren mit einer Beschäftigungsdauer von 7 Jahren. Die Frauenquote im Management liegt im Durchschnitt bei 15,57 Prozent.

Entwicklung
Innerhalb des letzten Jahres haben 4 Unternehmen in der Branche Insolvenz angemeldet. Dem gegenüber stehen 61 Unternehmen, die im selben Zeitraum neu gegründet wurden.

Anzahl der Einträge in der Branche
Quelle: Creditreform/FirmenWissen-Datenbank am 15.06.2019

3.331

Unternehmen

Durchschnittliches
Unternehmensalter

11

Jahre

Durchschnittlicher
Umsatz

0,8

Mio. Euro

Durchschnittliche
Umsatzentwicklung

1,90

Prozent

Durchschnittliche
Mitarbeiteranzahl

2

Personen

Anzahl
Neugründungen

61

im letzten Jahr

Anzahl
Insolvenzen

4

im letzten Jahr

Weiterführende Informationen zur Branche Versicherungen und Pensionskassen:


Versicherungen


Branchenüberblick

Die Versicherung bezeichnet das Grundprinzip der Risikoübernahme durch einen Versicherer. Als Versicherer bezeichnet man demnach die Partei des Versicherungsvertrages die Versicherungsschutz gewährt. Dieser Versicherungsschutz wird durch den regelmäßig bezahlten Versicherungsbeitrag in die Kapitalsammelstelle des Versicherers erlangt. Kommt es nun zum Beispiel im Kfz-Bereich zu einem Autounfall, so wird der Schaden aus dieser Kapitalsammelstelle durch einen Schadenausgleich bezahlt.

Versicherungen haben Bestand, da nur ein kleiner Prozentsatz der Mitglieder auf den Versicherungsfall zurückgreifen muss. Bezüglich der Rechtsform besteht bei deutschen Versicherungsunternehmen die Notwendigkeit, dass diese eine Aktiengesellschaft, ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit oder eine Anstalt oder Körperschaft des öffentlichen Rechts sind.

Eine Statistik bezüglich der prognostizierten Umsatzentwicklung in der Versicherungsbranche in Deutschland in den Jahren von 2009 bis 2020 zeigt auf, dass im Jahr 2016 der Umsatz in der Versicherungsbranche in Deutschland laut einer Prognose rund 1,6 Milliarden Euro betragen wird.

Geschichte der Versicherungsbranche

Bis ins 17. Jahrhundert hinein wurde der Versicherungsschutz noch von Einzelpersonen oder von Zünften (ständische Körperschaften von Handwerkern) gewährt. Erst ab Mitte des 17. Jahrhunderts entstanden die ersten professionellen Versicherer, die sich zu diesem Zeitpunkt in erster Linie auf die Feuer- und Transportversicherungen spezialisiert hatten. Die ersten professionellen Versicherer wurden auf staatliche Veranlassung gegründet, so z.B. auch die Hamburger Feuerkasse, die 1676 gegründet wurde. Heute würde man Versicherer wie die Hamburger Feuerkasse als Anstalt des öffentlichen Rechts bezeichnen.

Der erste auf moderner versicherungsmathematischer Basis arbeitende Lebensversicherer und zugleich erster Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (VVaG) war die Equitable Life In England im Jahre 1762. Innerhalb der versicherungsmathematischen Basis beschäftigt man sich hauptsächlich mit der mathematischen Modellierung sowie der statistischen Schätzung der versicherten Risiken. Im Besonderen bezogen auf Personen und Sachen, die zu Schaden gekommen sind. In Deutschland folgte eine solche Form der Versicherung erst 1820, durch den ersten deutschen VVaG, mit der Gothaer Feuerversicherungsbank für den Deutschen Handelsstand.

Branchenaufbau

In Deutschland gibt es wie in vielen weiteren Ländern Pflichtversicherungen und Versicherungen, die man freiwillig abschließen kann. Versicherer dienen als Organisator des Risikoausgleichskollektivs. Dies bedeutet, wie bereits erwähnt, dass viele in ein Kollektiv einzahlen, jedoch nur wenige letzten Endes im Schadensfall von dem Geld Gebrauch machen.

Bei Versicherungen spielen die sogenannten versicherbaren Risiken eine sehr große Rolle. Voraussetzung für die versicherbaren Risiken ist allerdings, dass diese anhand von statisch fassbaren Gesetzmäßigkeiten realisiert werden können. Aus diesem Grund können Risiken, die hauptsächlich auf dem Verhalten des Menschen beruhen (wirtschaftlicher Erfolg einer Unternehmung), Marktpreisrisiken oder vorsätzliches Verhalten (z.B. Vandalismus) nicht versichert werden.

Zu den versicherbaren Risiken zählen biometrische Risiken, wie die Erwerbsunfähigkeit, Pflegebedürftigkeit, Langlebigkeit und der vorzeitige Tod. Diese Risiken werden durch Lebensversicherungsprodukte abgedeckt. Eine weitere Form von Risiken sind die Kostenrisiken, wie Gerichtskosten oder Krankheitskosten, welche zum Beispiel durch die Rechtsschutzversicherung und die Krankenversicherung gedeckt werden. Auch Schadensrisiken zählen zu den versicherbaren Risiken. Hier werden Schäden abgedeckt, die u.a. durch Feuer, Unfall oder Diebstahl entstehen können. Diese Schäden werden von zahlreichen Schadensversicherungen, wie der Wohngebäudeversicherung, Unfallversicherung und Hausratsversicherung gedeckt. Haftungsrisiken wiederum werden durch Haftpflichtversicherungen gedeckt.

Rechtsgrundlagen:

Die Rechtsordnung trennt das Versicherungsrecht in das Sozialversicherungsrecht und das Privatversicherungsrecht. Die Sozialversicherungen können nur eingeschränkt zu den Versicherungen gezählt werden, da es sich nur um eine staatlich organisierte, umlagefinanzierte Pflichtversicherungen handelt.

Berufe in der Versicherungsbranche

Wer innerhalb der Versicherungs-Branche arbeiten möchte, hat unterschiedliche Berufsfelder zur Auswahl. Man kann unter anderem im Risikomanagement, im Risikocontrolling oder im Versicherungsvertrieb tätig sein. Gerade im Versicherungsvertrieb, bei dem man direkten Kundenkontakt hat, ist es wichtig, Einsatzbereitschaft zu zeigen und Beratungskompetent zu sein. Der moderne Versicherungsvermittler dient dem Kunden als erster Ansprechpartner zu Finanz- und Vorsorgethemen. Neue Steuervorschriften und innovative Finanzprodukte wurden über die Jahre, im Besonderen für Laien, immer komplexer. Aus diesem Grund gehört es zu den Aufgaben des Versicherungsmaklers, seine Kunden entsprechend ihrer Ansprüche professionell beraten zu können.


Pensionskassen


Branchenüberblick

Die Pensionskasse ist ein rechtlich selbständiges Lebensversicherungsunternehmen, das dafür da ist, das wegfallende Erwerbseinkommen aufgrund von Alter, Invalidität oder Tod zu sichern. Dabei ist zu beachten, dass Leistungen im Todesfall nur an Hinterbliebene erbracht werden und nur dann an Dritte gehen, wenn diese die Beerdigungskosten getragen haben (das sogenannte Sterbegeld beläuft sich dabei auf den gewöhnlichen Bestattungskosten). Des Weiteren setzen Leistungen erst ab dem Zeitpunkt des tatsächlichen Wegfalls des Erwerbseinkommens ein. Pensionskassen unterliegen außerdem der Versicherungsaufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen und damit auch dem Versicherungsaufsichtsgesetz.

Die Pensionskasse wird in der Rechtsform eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit (VVaG) oder als Aktiengesellschaft betrieben. Handelt es sich bei einer Pensionskasse um einen VVaG, kann in der Satzung festgelegt sein, dass die Beiträge ohne Leistungserhöhung steigen können oder auch die garantierten Leistungen herabgesetzt werden können. Demnach ist es möglich in bereits bestehende Pensionspläne einzugreifen. Bei einer Firmierung als AG haftet das Gesellschaftsvermögen für eintretende Verbindlichkeiten.

Geschichte der Pensionskassen

Zur Entstehungszeit der Pensionskassen waren diese nur einer kleinen Elite vorbehalten. Die ersten Pensionskassen wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gegründet. Diese versicherten zuerst Polizisten, Lehrer und Beamte, wodurch die Strukturierung des öffentlichen Dienstes gewährleistet werden sollte. Im öffentlichen Dienst führte die frühe allgemeine Einführung der Pensionskassen zu einer hohen Loyalität der Beamten und diente in diesem Zusammenhang auch als Barriere vor Korruptionsversuchen. Zwischen 1888 und 1914 gründeten unter anderem die meisten Verwaltungen der Gemeinden größerer Städte und mehrerer Kantone Pensionskassen für ihre Angestellten.

Durch den ersten Weltkrieg wurde die Entwicklung der Altersvorsorge beschleunigt. Durch die sogenannte Kriegsgewinnsteuer richtete der Bund Unternehmen Steuerbefreiungen auf Einzahlung in eigene Wohlfahrtseinrichtungen ein. Dies führte dazu, dass viele große Firmen Pensionskassen gründeten. Für die Unternehmen waren Pensionskassen in vielerlei Hinsicht von Vorteil: Zum einen aufgrund der bereits erwähnten steuerlichen Vorteile, zum anderen banden die Pensionskassen ihre Mitarbeiter an das Unternehmen. Damit wollten die Unternehmen die sozialen Spannungen mindern, die jedoch letzten Endes im Generalstreik von 1918 ihren Höhepunkt fanden.

Bis 1985 (Einführung des Bundesgesetzes über die Berufliche Vorsorge (BVG)) gab es unzählige Arten von Pensionskassen. Im Jahr 1978 zählte man über 17 000 verschiedene Pensionskassen. Durch das Inkrafttreten des BVG blieben nur die Institutionen mit Versicherungscharakter bestehen, wodurch die Zahl der Pensionskassen bis ins Jahr 2011 auf ca. 2190 zurückging. Außerdem sorgte das Inkrafttreten des BVG dafür, dass die Kassen durch das Aufsichtsgesetz unter Aufsicht gestellt wurden. Des Weiteren sorgten zahlreiche Rahmenbedingungen dafür, dass die Funktion des Systems sichergestellt wurde.

Branchenaufbau

Es gibt drei Formen der Pensionskasse. Zum einen die Firmen- oder Betriebspensionskasse. Diese beschränken die Versorgung auf die Mitarbeiter eines Unternehmens und sind oft betriebliche Sozialeinrichtungen der Arbeitgeber, die ausschließlich die soziale Absicherung der Mitarbeiter gewährleisten. Zum anderen die Konzernpensionskasse, welche die Versorgung für mehrere in einem Konzern verbundene Unternehmen leistet. Die Gruppenpensionskasse leistet wiederum die Versorgung für mehrere Unternehmen oder Branchen, die vollkommen unabhängig voneinander sind und demnach allen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zur Verfügung steht. Diese Form der Pensionskasse ist heute die am weitesten verbreitete.

Berufe innerhalb von Pensionskassen

Ein Beispiel für einen Beruf bei Pensionskassen ist der Pensionskassen-Verwalter. Zu seinen Aufgaben gehört die Verwaltung von Mandaten und in diesem Zusammenhang die Erledigung der Administration rund um die Mandate. Weitere Aufgaben sind die allgemeine Unterstützung des Teams bei der Verwaltung und der Buchhaltung sowie die Pflege der Kontakte zu Arbeitgebern, Aufsichtsbehörden, Ämtern und Versicherten.

Regionale Verteilung

Wo sind die meisten Unternehmen der Branche Versicherungen, Rückversicherungen und Pensionskassen (ohne Sozialversicherung) ansässig? Hier sehen Sie den aktuellen Vergleich, geordnet nach Bundesländern und Städten.

Rankings

Wer führt bei Umsatz und Mitarbeiterzahl? Wer sind die ältesten Unternehmen der Branche? Hier finden Sie aktuelle Ranglisten für Unternehmen der Branche Versicherungen, Rückversicherungen und Pensionskassen (ohne Sozialversicherung).

Branchenstruktur

Die Brancheneinteilung folgt der WZ-2008, der offiziellen Klassifikation der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes. Die Zuordnung des Branchencodes wird von Creditreform auf der Basis der Handelsregistereintragung zum Gegenstand des Unternehmens (und ggf. weiterer Informationen) vorgenommen.

K: Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen

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