Verlagswesen in Deutschland

Die folgende Marktanalyse bietet Ihnen den idealen Einstieg mit Daten, Zahlen und Fakten aus der FirmenWissen/Creditreform-Datenbank für Wirtschaftsauskünfte. Creditreform ist Marktführer – kein anderer Wettbewerber bietet eine höhere Qualität, Aktualität und Vollständigkeit.

Inhalt

Überblick zur Branche Verlagswesen in Deutschland

Im aktuellen Datenbestand von FirmenWissen sind 10.060 Unternehmen in der Branche Verlagswesen gelistet. Die größte Anzahl von Unternehmen ist in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ansässig. Das durchschnittliche Unternehmensalter in diesem Wirtschaftszweig liegt bei 15 Jahren.

Umsatz
In der Branche Verlagswesen liegt der durchschnittliche Umsatz eines Unternehmens bei 980.512,00 Euro. Im letzten Jahr veränderte sich der Umsatz durchschnittlich um +0,00 Prozent.

Personal
Die Anzahl der Mitarbeiter liegt im Mittel bei 2 Mitarbeitern. Das Alter von Managern liegt im Schnitt bei 55 Jahren mit einer Beschäftigungsdauer von 7 Jahren. Die Frauenquote im Management liegt im Durchschnitt bei 23,58 Prozent.

Entwicklung
Innerhalb des letzten Jahres haben 45 Unternehmen in der Branche Insolvenz angemeldet. Dem gegenüber stehen 291 Unternehmen, die im selben Zeitraum neu gegründet wurden.

Anzahl der Einträge in der Branche
Quelle: Creditreform/FirmenWissen-Datenbank am 20.07.2019

10.060

Unternehmen

Durchschnittliches
Unternehmensalter

15

Jahre

Durchschnittlicher
Umsatz

1,0

Mio. Euro

Durchschnittliche
Umsatzentwicklung

0,00

Prozent

Durchschnittliche
Mitarbeiteranzahl

2

Personen

Anzahl
Neugründungen

291

im letzten Jahr

Anzahl
Insolvenzen

45

im letzten Jahr

Weiterführende Informationen zur Branche:

Das Verlagswesen bezeichnet einen Wirtschaftssektor im Medienbereich. Er ist verantwortlich für die Produktion und Verbreitung von Werken aus Literatur, Wissenschaft, Musik und Technik durch Verlagshäuser. Zu dem Sektor zählen neben Buchverlagen auch Fachverlage, Zeitschriften-Verlage und sogenannte Publisher also Verleger von Software.
In seltenen Fällen versteht man unter Verlagswesen auch ein Gesamtsystem der dezentralen Produktion. weiterlesen

Geschichte des Verlagswesens

Das moderne Verlagswesen, so wie wir es heute kennen, erfuhr seinen größten Aufschwung während der Weimarer Republik. Durch die starke Spezialisierung der Wissenschaften vervielfachte sich die Anzahl der Zeitschriften und auch die literarische Produktion wuchs enorm. Doch bereits zum Ende der 1920er Jahre erlebte das noch junge Verlagswesen seine erste Krise als Tanz, Radio und Film deutlich mehr Zeit in Anspruch nahmen und das Lesen als Freizeitbetätigung zurück gestellt wurde. Die nächste schwere Zeit war dann während des Dritten Reiches als gezielte Bücherverbrennungen stattfanden. Es wurden Werke von Autoren, die als ‚rassistisch untragbar‘ galten verboten und verbrannt. Erst nach dem Ende des Krieges wurden viele der Verlage, die zuvor gleichgeschaltet worden waren wieder- oder vollkommen neugegründet.

Ab den 1960er Jahren wartete dann die nächste Hürde auf das Verlagswesen als das Fernsehen auf kam und den Printmedien zunehmend Konkurrenz machte. Nahtlos anschließend folgten das Internet und die Digitalisierung. Krisen an denen das Verlagswesen noch heute arbeitet.

Aufbau der Branche

Das Verlagswesen umfasst in Abhängigkeit von den Produkten, die vertrieben werden verschiedene Arten von Verlagen.

Die Funktion des Verlags ist im Kern, unabhängig vom verlegten Produkt, immer gleich. Er hat immer die Mittlerposition zwischen Autor und Lesern inne. Zu seinen Aufgaben zählen das Erbwerben der Nutzungsrechte am Manuskript und die inhaltliche und formelle Bearbeitung, sodass es für die technische Buchherstellung bereit ist. Dann ist er für die Produktion des Werks, den Druck und die Bindung verantwortlich und organisiert das Marketing und den Vertrieb.

Im Zuge der Digitalisierung hat die gesamte Branche stark gelitten. Insbesondere der Zeitungsbereich leidet noch immer an den Folgen und findet nur nach und nach Lösungen um den Wandel von Print zu digital zu bewältigen.

Viele der literarischen Verlage haben als mittelständische Unternehmen begonnen und sich auf Grund der schwierigen wirtschaftlichen Situation in Gruppen zusammengeschlossen.

Im Jahr 2013 konnten in Deutschland, die Schul- und Fachverlage den höchsten Umsatz erzielen. Den höchsten Umsatz erzielte dabei Springer Science and Business Media mit mehr als 466 Millionen Euro Umsatz, gefolgt von der Ernst-Klett Gruppe mit 447 Millionen Euro Umsatz. Im Bereich der Belletristik und Sachbücher führt der Verlag Random House das Feld an, mit einem Jahresumsatz von 340 Millionen Euro. Die Verlagsgruppe mit dem höchsten Umsatz in Deutschland ist die Bertelsmann AG mit einem Umsatz von rund drei Millionen Euro.

Ein sehr stark umkämpfter aber auch enorm wichtiger Bereich des Verlagswesens ist der Zeitungsmarkt. Im Jahr 2013 wurden Umsätze von fast 8 Millionen Euro erzielt, wobei der größte Teil mit dem Verkauf von Tageszeitungen erwirtschaftet wurde. Der Bereich wird von der Axel Springer AG dominiert, mit einem Anteil von fast 80% am Umsatz (im Jahr 2014).

  • Verlag: Generell ist ein Verlag ein Unternehmen, das ein Produkt vervielfältigt und vertreibt. Der Verkauf des Produkts kann dabei über den Handel oder den Verlag selbst erfolgen. Der Verlag erwirbt vom Autor die Nutzungsrechte an seinem Produkt und ist dann für dessen Produktion, den Vertrieb und das Marketing verantwortlich.

  • Buchverlag: Der Buchverlag ist die wohl bekannteste und häufigste Form des Verlags. Während sich die Verlage früher noch häufig spezialisierten, zum Beispiel auf Belletristik oder Sachbücher. So ist ihr Spektrum mittlerweile deutlich breiter, auch bedingt durch die Digitalisierung und ihre Organisation in Verlagsgruppen.

  • Onlineverlag: Ein Onlineverlag konzentriert sich vollständig auf die Publikation von Medien im Internet. Erbietet keinerlei Printmedien an und arbeitet daher häufig in Kombination mit anderen Verlagen.

  • Fachverlag: Ein Fachverlag ist ein Verlag, der sich auf die Publikation von Fachinformationen spezialisiert hat. Er ist häufig Teil einer Verlagsgruppe. Die Fachinformationen werden sowohl in Print, als auch in digitaler Form angeboten und häufig durch Seminare und Online-Angebote ergänzt. Der Unterschied, zum Beispiel zum Buchverlag, ist die deutlich geringere Auflage in der produziert wird.

  • Publisher: Der englische Begriff Publisher bezeichnet im deutschen Sprachgebrauch Unternehmen, die Software und Datenträger vertreiben. Die weltweit größten Publisher gemäß dem erwirtschafteten Umsatz waren im Jahr 2015 Sony, Tencent, Microsoft und Nintendo. Durch die Möglichkeit Software im Internet runterzuladen hat der Handel über den Fachmarkt als Vertriebskanal für Software stark an Bedeutung verloren und die Entwickler sind nicht mehr auf einen Publisher angewiesen. Können sie doch nun ihre Software auf einer Webseite für Nutzer zur Verfügung stellen.

Berufe im Verlagswesen:

  • Autor (Schriftsteller): Autoren oder auch Schriftsteller kreieren, für gewöhnlich freiberuflich, literarische Texte. Sie überlegen sich zunächst ein Thema, recherchieren es und erarbeiten dann ihren Text. Das fertige Manuskript geben sie Verlagen zur Ansicht und dieser entscheidet dann ob es verlegt wird. Einen klassischen Studiengang oder eine anerkannte Ausbildung zum Autor gibt es nicht. Der größte Teil der Autoren hat sich sein Handwerk selbst beigebracht. Was es gibt sind Lehrgänge und Kurse mit dem Thema literarisches Schreiben, die sehr hilfreich sein können. Auch die Universitäten in Leipzig und Hildesheim bieten Studiengänge zum Thema literarisches Schreiben an, die mit einem Bachelor oder Master Abschluss beendet werden.

  • Lektor (Verlagslektor): Die Aufgabe eines Lektors im Verlagswesen ist das Auswählen, Bewerten und Korrigieren von eingereichten Manuskripten. Auch hier gibt es, wie beim Autoren kein klassisches Studium oder eine Ausbildung. Meistens haben Lektoren zuvor ein Geisteswissenschaftliches Studium abgeschlossen und ihren Weg über ein Volontariat in den Verlag gefunden.

  • Buchhändler: Ein Buchhändler vertreibt Bücher, Zeitschriften und andere, auch elektronische, Medien. Ihre Aufgabe ist es dabei die Produkte möglichst ansprechend zu präsentieren, die Kunden umfassend zu beraten und das Geschäft zu organisieren. Der Beruf des Buchhändlers ist ein anerkannter Handelsberuf und die Ausbildung umfasst 3 Jahre.

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Regionale Verteilung

Wo sind die meisten Unternehmen der Branche Verlagswesen ansässig? Hier sehen Sie den aktuellen Vergleich, geordnet nach Bundesländern und Städten.

Rankings

Wer führt bei Umsatz und Mitarbeiterzahl? Wer sind die ältesten Unternehmen der Branche? Hier finden Sie aktuelle Ranglisten für Unternehmen der Branche Verlagswesen.

Branchenstruktur

Die Brancheneinteilung folgt der WZ-2008, der offiziellen Klassifikation der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes. Die Zuordnung des Branchencodes wird von Creditreform auf der Basis der Handelsregistereintragung zum Gegenstand des Unternehmens (und ggf. weiterer Informationen) vorgenommen.

J: Information und Kommunikation

Neugründungen und Insolvenzen

Die FirmenWissen-Datenbank enthält aktuelle Daten zu Neugründungen und Insolvenzen.

Firmenadressen – Verlagswesen

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