Textilherstellung in Deutschland

Die folgende Marktanalyse bietet Ihnen den idealen Einstieg mit Daten, Zahlen und Fakten aus der FirmenWissen/Creditreform-Datenbank für Wirtschaftsauskünfte. Creditreform ist Marktführer – kein anderer Wettbewerber bietet eine höhere Qualität, Aktualität und Vollständigkeit.

Inhalt

Überblick zur Branche Textilherstellung in Deutschland

Im aktuellen Datenbestand von FirmenWissen sind 5.656 Unternehmen in der Branche Textilherstellung gelistet. Die größte Anzahl von Unternehmen ist in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg ansässig. Das durchschnittliche Unternehmensalter in diesem Wirtschaftszweig liegt bei 14 Jahren.

Umsatz
In der Branche Textilherstellung liegt der durchschnittliche Umsatz eines Unternehmens bei 1.100.000,00 Euro. Im letzten Jahr veränderte sich der Umsatz durchschnittlich um +0,65 Prozent.

Personal
Die Anzahl der Mitarbeiter liegt im Mittel bei 3 Mitarbeitern. Das Alter von Managern liegt im Schnitt bei 53 Jahren mit einer Beschäftigungsdauer von 8 Jahren. Die Frauenquote im Management liegt im Durchschnitt bei 32,70 Prozent.

Entwicklung
Innerhalb des letzten Jahres haben 30 Unternehmen in der Branche Insolvenz angemeldet. Dem gegenüber stehen 163 Unternehmen, die im selben Zeitraum neu gegründet wurden.

Anzahl der Einträge in der Branche
Quelle: Creditreform/FirmenWissen-Datenbank am 16.11.2019

5.656

Unternehmen

Durchschnittliches
Unternehmensalter

14

Jahre

Durchschnittlicher
Umsatz

1,1

Mio. Euro

Durchschnittliche
Umsatzentwicklung

0,65

Prozent

Durchschnittliche
Mitarbeiteranzahl

3

Personen

Anzahl
Neugründungen

163

im letzten Jahr

Anzahl
Insolvenzen

30

im letzten Jahr

Weiterführende Informationen zur Branche Textilindustrie:

Die deutsche Textilindustrie arbeitet der Bekleidungsindustrie zu, indem sie, die für die Herstellung von Bekleidung notwendigen Gewebe produziert. Hierzu zählen Gewebe, Filze, Stoffe, Nähgewirke und ähnliches. Weiterlesen

Seitdem die Produktion von Stoffen und Bekleidung vielfach in Entwicklungs- und Schwellenländern stattfindet, steht die Branche der Textilindustrie in Deutschland unter großem Druck. Durch die starken Rückgänge in der Produktion und als Folge dessen, auch in der Beschäftigung, ist die Branche extrem geschrumpft und kaum noch in der eigentlichen Fertigung aktiv. Im Jahr 2006 waren nur noch 41.000 Menschen in der Branche beschäftigt, verteilt auf 415 Betriebe.

Geschichte der Textilindustrie:

Die Textilindustrie existiert im Grunde genommen schon seit dem Mittelalter. Die guten klimatischen Bedingungen, insbesondere in den Mittelgebirgen, führten dazu, dass Hanf und Flachs angebaut wurden und dank der großen Wiesen wurden von den Bauern auch Schafe gehalten. Aus deren Fell wiederum gewannen die Bauern dann Leinen oder spannten und webten es zu Stoffen. Im Zuge der stark steigenden Bevölkerungsmenge im 18. Jahrhundert stieg die Nachfrage nach Textilien enorm an, wodurch sich ein System entwickelte. Das Rohmaterial wurde nun erworben und gegen ein Entgelt versponnen oder gewoben und dann weiterverkauft.

Mit der Entwicklung von Maschinen, die das Spinnen und oder Weben übernahmen verlagerte sich die Produktion in Fabriken. Wodurch zahlreiche eigenständige Spinner und Weber ihre Erwerbsgrundlage verloren. Aber es wurden auch Arbeitsplätze geschaffen. Im Dunstkreis der neuen Fabriken entstanden Zulieferbetriebe, die die Maschinen und die Antriebe produzierten und Instand hielten.

Mit der Zeit entwickelte sich England zu einem ernst zunehmenden Konkurrenten in der Branche. Ausgehend von England setzte eine immer stärkere Mechanisierung ein, die in Kombination mit dem Aufkommen von Baumwolle schlussendlich dazu führte, dass die Textilindustrie in den Mittelgebirgen immer mehr an Bedeutung verlor.

Nach dem Ende des zweiten Weltkriegs entwickelte sich im Ruhrgebiet ein wichtiger Standort für die Bekleidungsindustrie, da viele der Flüchtlinge Unternehmer aus dem Bereich waren und sich dort ansiedelten. Sie verhalfen der Industrie zu einem erneuten Boom, der dann aber in den 60er Jahren durch den Strukturwandel und die immer stärkere Verlagerung der Produktion in Entwicklungs- und Schwellenländern wieder verschwand.

Branchenaufbau Textilindustrie:

Die Produktion in der Branche der Textilindustrie lässt sich in mehrere Stufen unterteilen. Der Rohstoff mit dem gearbeitet wird sind Natur- oder Chemiefasern aus denen in einem ersten Schritt in einer Spinnerei Garne hergestellt werden. Anschließend werden die Garne dann zu sogenannten textilen Flächen verarbeitet. In Webereien, Wirkereien, Strickereien, beim Tuften (Teppichböden) oder der Filz- und Fließherstellung werden aus den Garnen Stoffe hergestellt. Im Zuge der Textilveredelung werden die Stoffe beziehungsweise die textilen Flächen dann gefärbt, bedruckt oder ähnliches.

Die Aufteilung der Branche der Textilindustrie erfolgt gemäß den Produktionsstufen in folgende Bereiche:

  • Weberei: Im Zuge des Webens wird durch die Verkreuzung von zwei Fadensystemen Stoff hergestellt. Die Produktion erfolgt mittlerweile hauptsächlich maschinell, doch in wenigen Ausnahmefällen auch noch von Hand. In einem ersten Schritt wird das Garn vorbereitet. Dieser Schritt besteht aus der Kontrolle, der Reinigung und dem Umspulen des Garns auf Schussspulen. Anschließend wird eine festgelegte Anzahl an Kettfäden aufgewickelt. Dies erfolgt gemäß einer bestimmten Breite und Fadendicke. Zusätzlich erhalten die Fäden beim Durchlaufen eines Tauchbades eine Schutzschicht, damit sie beim Weben nicht reißen.
  • Wirkerei: Das Wirken bezeichnet die Herstellung von Maschenwaren. Der Unterschied zum Stricken besteht darin dass die Fäden sich nicht rechtwinklig verkreuzen sondern als maschenförmige Fadenschleifen verarbeitet werden. So ist es möglich die Elastizität des Gewebes zu erhalten.
  • Spinnerei: Unter Spinnerei versteht man den Prozess der Garnherstellung aus speziellen Spinnfasern. Die Fasern sind entweder natürliche Spinnfasern oder Chemiespinnfasern. Das Spinnen kann per Hand oder maschinell durchgeführt werden, wobei ersteres heute kaum noch angewandt wird. Im Zuge der Verarbeitung per Hand, wird das Garn gesponnen, dann die Faser aus dem Spinnrocken gezogen, geordnet und mit Hilfe einer Handspindel gedreht und aufgewickelt. Bei der Verwendung eines Spinnrads erfolgt das Drehen und Aufwickeln automatisch. Nur die Ordnung der Fasern erfolgt noch per Hand.
  • Strickerei: Das Stricken erfolgt unter Verwendung von einem oder mehreren Fäden oder Garne sowie zwei oder mehreren Stricknadeln. Der Unterschied zur Wirkerei besteht darin, dass im Zuge des Strickens die Maschen nacheinander gebildet werden. Beim Wirken wird eine Maschenreihe (mit allen Einzelmaschen) auf einmal gebildet.
  • Textilveredlung: Die Textilveredelung bezeichnet den letzten Schritt im Zuge der Produktion von Textilien. Im Zuge des Prozesses wird die Qualität der Rohware kontrolliert und die Ware in Kategorien eingeteilt. Im Einzelnen können folgende Schritte unterschieden werden: Vorbehandlung (Kontrolle, Kämmen, Waschen, Bügeln uvm.)
    Farbgebende Prozesse (Färben, Drucken)
    Ausrüstung durch Textilausrüster (Imprägnierung, Flammhemmende Ausrüstung, Geruchsausrüstung uvm.)
    Beschichtung
    Endkontrolle

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Regionale Verteilung

Wo sind die meisten Unternehmen der Branche Herstellung von Textilien ansässig? Hier sehen Sie den aktuellen Vergleich, geordnet nach Bundesländern und Städten.

Branchenstruktur

Die Brancheneinteilung folgt der WZ-2008, der offiziellen Klassifikation der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes. Die Zuordnung des Branchencodes wird von Creditreform auf der Basis der Handelsregistereintragung zum Gegenstand des Unternehmens (und ggf. weiterer Informationen) vorgenommen.

C: Verarbeitendes Gewerbe

Neugründungen und Insolvenzen

Die FirmenWissen-Datenbank enthält aktuelle Daten zu Neugründungen und Insolvenzen.

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