Schifffahrt in Deutschland

Die folgende Marktanalyse bietet Ihnen den idealen Einstieg mit Daten, Zahlen und Fakten aus der FirmenWissen/Creditreform-Datenbank für Wirtschaftsauskünfte. Creditreform ist Marktführer – kein anderer Wettbewerber bietet eine höhere Qualität, Aktualität und Vollständigkeit.

Inhalt

Überblick zur Branche Schifffahrt in Deutschland

Im aktuellen Datenbestand von FirmenWissen sind 5.486 Unternehmen in der Branche Schifffahrt gelistet. Die größte Anzahl von Unternehmen ist in Freie und Hansestadt Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ansässig. Das durchschnittliche Unternehmensalter in diesem Wirtschaftszweig liegt bei 13 Jahren.

Umsatz
In der Branche Schifffahrt liegt der durchschnittliche Umsatz eines Unternehmens bei 2.211.189,00 Euro. Im letzten Jahr veränderte sich der Umsatz durchschnittlich um < +0,01 Prozent.

Personal
Die Anzahl der Mitarbeiter liegt im Mittel bei 2 Mitarbeitern. Das Alter von Managern liegt im Schnitt bei 54 Jahren mit einer Beschäftigungsdauer von 7 Jahren. Die Frauenquote im Management liegt im Durchschnitt bei 11,93 Prozent.

Entwicklung
Innerhalb des letzten Jahres haben 50 Unternehmen in der Branche Insolvenz angemeldet. Dem gegenüber stehen 215 Unternehmen, die im selben Zeitraum neu gegründet wurden.

Anzahl der Einträge in der Branche
Quelle: Creditreform/FirmenWissen-Datenbank am 18.10.2019

5.486

Unternehmen

Durchschnittliches
Unternehmensalter

13

Jahre

Durchschnittlicher
Umsatz

2,2

Mio. Euro

Durchschnittliche
Umsatzentwicklung

< 0,01

Prozent

Durchschnittliche
Mitarbeiteranzahl

2

Personen

Anzahl
Neugründungen

215

im letzten Jahr

Anzahl
Insolvenzen

50

im letzten Jahr

Weiterführende Informationen zur Branche Schifffahrt:

Die Branche der Schifffahrt umfasst den Transport und die gewerbsmäßige Beförderung von Personen mittels Schiffen. Da Wasser als einer der leistungsfähigsten Transportwege gilt, wird die Schifffahrt mit EU Fördergeldern unterstützt. Ein Ziel dessen ist unter anderem das Schaffen von sogenannten Meeresautobahnen. Ziel dieser Meeresautobahnen ist die Entlastung der Straße durch die Verlegung des Güterverkehrs auf den Seeweg. Dies soll durch strategisch platzierte Häfen und Seewege ermöglicht werden. Weiterlesen

Geschichte der Schifffahrt

Die uns bekannte Hochseeschifffahrt begann vermutlich um 7000 vor Christus. Funde aus dieser Zeit zeigen, dass die Menschen erstmalig Wasserfahrzeuge bauten, die in der Lage dazu waren auf hoher See zu fahren. Zeitgleich mit dieser Entwicklung etablierte sich dann auch die Fischerei auf hoher See. Durch Messerfunde auf Zypern, bestehend aus Obsidian, kann davon ausgegangen werden, dass um 6000 vor Christus der Hochseehandel bereits stattfand. Abbildungen von Schiffen aus dem alten Ägypten zeigen Papyrusschiffe, vermutlich für die Fahrt auf dem Nil, und gelten als die ältesten Schiffsdarstellungen.

Die alten Griechen und Römer maßen dem Handel per Schiff eine immense Bedeutung bei und ab dem 9. Jahrhundert nutzen die Wikinger Schiffe für ihre umfassenden Raubzüge unter anderem in England. Insbesondere die Wikinger trieben die Entwicklung im Bootsbau stark voran. Das von ihnen entwickelte Langschiff diente im 12. Jahrhundert den norddeutschen Kaufleuten als Vorlage für die lange genutzte Hansekogge mit der sie Nord- und Ostsee befuhren. Die Koggen waren in der Lage bis zu 200 Tonnen Fracht aufzunehmen. Im Mittelmeer waren andere Schiffstypen im Einsatz: die Naos und Karavellen wurden von den Spaniern und Portugiesen genutzt. Schiffe, die auch von Entdeckern wie Christoph Kolumbus genutzt wurden. Die Karavellen waren das Ergebnis der Epoche der Entdeckungsreisen. Sie stellten neue Ansprüche an die Schiffe, die nun überseetauglich und schnell sein mussten.

Die nächste Revolution in der Schifffahrt verantworteten die Holländer im 17. Jahrhundert. Durch die Gründung der „East India Company“ entstand eine starke Nachfrage an Schiffen, die in der Lage waren auf der hohen See zu fahren. Hierzu nutzten sie Pinasschiffe, rohgetakelte Dreimaster mit Gaffel- oder Schratsegel. Der nächste Entwicklungsschub erfolgte durch die Erfindung der Dampfmaschine. Ab Ende des Jahrhunderts versuchten Wissenschaftler den neu erfundenen Antrieb für Schiffe zu verwenden was ihnen um 1817 dann auch gelang. Das erste Dampfschiff wurde als Passagierdienst auf Havel und Spree verwendet. Die dampfbetriebenen Schiffe wurden dann schlussendlich im 20. Jahrhunderts durch dieselbetriebene Schiffe ersetzt.

Zur Schifffahrt zählt auch das U-Boot. Der Beginn der Forschung an einem Boot, das in der Lage ist sich unter Wasser zu bewegen beginnt im 16. Jahrhundert. Leonardo da Vinci entwarf 1515 Pläne für ein Ein-Mann-Tauchboot. Ideen, die weiterverfolgt wurden. Nach dem Grundgedanken über Voraussetzungen und Bau gemacht wurden begann ein Niederländer im Jahr 1620 mit dem Versuch ein Tauchboot zu bauen. Im Jahr 1772 gelingt es mit einem Fahrzeug das erste Mal für ca. 12 Minuten zu tauchen. Ein in Amerika entwickeltes Boot gilt als erstes U-Boot. Es bestand aus Eisen und Eichenholz und wurde von zwei handbetriebenen Schrauben angetrieben. Etwa dreißig Jahre später entwirft ein Amerikaner ein U-Boot mit Rudern die eine Seiten- und Tiefensteuerung ermöglichen und einem Druckluftsystem das die Besatzung mit Atemluft versorgt.

Aufbau der Branche Schifffahrt

In Deutschland wird die Branche der Schifffahrt weiter in Linienschifffahrt und Trampschifffahrt unterteilt. Die Linienschifffahrt bedient nach einem festgelegten Plan bestimmte Häfen, während in der Trampschifffahrt die Häfen je nach Nachfrage mit Gütern angefahren werden. Die Unterteilung der Branche erfolgt gemäß den Gütern die transportiert werden in:

  • Stückgutschiffe
  • Tanker und Massengutfrachter (Erdöl, Kohle, Erdgas uvm.)
  • Containerschiffe
  • Schwergutschiffe
  • Kühlschiffe (für Lebensmittel)
  • Autotransporter
  • Viehtransporter
  • RoRo-Schiffe (Lastkraftwagen, Auflieger)
  • Lighter Aboard Ship (Leichter Transporter)

Berufe in der Branche Schifffahrt:

  • Seemann:Ein Seemann arbeitet auf einem Schiff, dessen Aufgabe es ist zum gewerblichen Zweck Güter oder Personen zu transportieren. Seemänner sind in verschiedenen Bereichen aktiv, die jeweils gemäß der Funktion die der Seemann inne hat bezeichnet werden.

  • Kapitän:Ein Kapitän absolviert eine fachhochschulische Ausbildung und erwirbt so sein nautisches Patent. Im Anschluss an seine Ausbildung arbeitet er mindestens ein Jahr als erster Offizier, oder zwei Jahre als nautischer Wachoffizier. Auf See ist er der Vertreter des Reeders und somit für den gesamten Schiffsbetrieb verantwortlich.

  • Maschineningenieur:Der Maschineningenieur beaufsichtigt die Maschinenanlage und alle technischen Anlagen des Schiffes. Er ist nach dem Kapitän, die zweitwichtigste Person an Bord.

  • Nautischer Wachoffizier:Ein nautischer Wachoffizier besitzt das Patent zur Führung eines Seeschiffes und ist für die Sicherheit verantwortlich. Insgesamt gibt es vier Offiziere, wobei der erste Offizier für Ladung und Besatzung, der zweite Offizier für Navigation und der dritte Offizier für Sicherheitsausrüstung, Brandabwehr und Rettung zuständig sind.
  • Maschinenpersonal:Hier arbeiten technische Offiziere, Schiffsmechaniker und Elektriker aber auch ungelernte Kräfte.
  • Deckspersonal:Das Deckspersonal unterteilt sich weiter in Bootsmann, Matrosen, Schiffsjungen und Schiffsmechaniker. Sie kümmern sich um jegliche Arbeiten, die an Deck oder im Laderaum anfallen, werden aber auch im Maschinenbetrieb eingesetzt. Der Schiffsmechaniker war früher der Matrose, doch diese Ausbildung wurde in Deutschland in den 80ern eingestellt.
  • Reeder:Ein Reeder ist Eigentümer eines Schifffahrtsunternehmens, das entweder in der See- oder in der Binnenschifffahrt tätig ist. Aufgabe einer Reederei ist die Ausrüstung, Unterhaltung und Bemannung der ihr eigenen Schiffe.
  • Schiffbau:Der Schiffbau besteht aus dem Bereich der Ingenieurwissenschaften, der sich mit der Entwicklung der Schiffe befasst und dem Industriezweig der sie baut. Der Bau von Schiffen erfolgt in mehreren Schritten. Begonnen wird mit der Herstellung von Einzelteilen in Werften. Im Doc werden die Einzelteile dann montiert. Das Schiff im Rohzustand wird dann zu Wasser gelassen und im Ausrüstungskai ausgebaut.
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Regionale Verteilung

Wo sind die meisten Unternehmen der Branche Schifffahrt ansässig? Hier sehen Sie den aktuellen Vergleich, geordnet nach Bundesländern und Städten.

Rankings

Wer führt bei Umsatz und Mitarbeiterzahl? Wer sind die ältesten Unternehmen der Branche? Hier finden Sie aktuelle Ranglisten für Unternehmen der Branche Schifffahrt.

Branchenstruktur

Die Brancheneinteilung folgt der WZ-2008, der offiziellen Klassifikation der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes. Die Zuordnung des Branchencodes wird von Creditreform auf der Basis der Handelsregistereintragung zum Gegenstand des Unternehmens (und ggf. weiterer Informationen) vorgenommen.

H: Verkehr und Lagerei

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