Pflegeheime in Deutschland

Die folgende Marktanalyse bietet Ihnen den idealen Einstieg mit Daten, Zahlen und Fakten aus der FirmenWissen/Creditreform-Datenbank für Wirtschaftsauskünfte. Creditreform ist Marktführer – kein anderer Wettbewerber bietet eine höhere Qualität, Aktualität und Vollständigkeit.

Inhalt

Überblick zur Branche Pflegeheime in Deutschland

Im aktuellen Datenbestand von FirmenWissen sind 9.516 Unternehmen in der Branche Pflegeheime gelistet. Die größte Anzahl von Unternehmen ist in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern ansässig. Das durchschnittliche Unternehmensalter in diesem Wirtschaftszweig liegt bei 18 Jahren.

Umsatz
In der Branche Pflegeheime liegt der durchschnittliche Umsatz eines Unternehmens bei 3.612.923,00 Euro. Im letzten Jahr veränderte sich der Umsatz durchschnittlich um +2,22 Prozent.

Personal
Die Anzahl der Mitarbeiter liegt im Mittel bei 35 Mitarbeitern. Das Alter von Managern liegt im Schnitt bei 56 Jahren mit einer Beschäftigungsdauer von 6 Jahren. Die Frauenquote im Management liegt im Durchschnitt bei 35,11 Prozent.

Entwicklung
Innerhalb des letzten Jahres haben 28 Unternehmen in der Branche Insolvenz angemeldet. Dem gegenüber stehen 204 Unternehmen, die im selben Zeitraum neu gegründet wurden.

Anzahl der Einträge in der Branche
Quelle: Creditreform/FirmenWissen-Datenbank am 19.11.2019

9.516

Unternehmen

Durchschnittliches
Unternehmensalter

18

Jahre

Durchschnittlicher
Umsatz

3,6

Mio. Euro

Durchschnittliche
Umsatzentwicklung

2,22

Prozent

Durchschnittliche
Mitarbeiteranzahl

35

Personen

Anzahl
Neugründungen

204

im letzten Jahr

Anzahl
Insolvenzen

28

im letzten Jahr

Weiterführende Informationen zur Branche:

Der Begriff Pflegeheim bezeichnet eine Einrichtung, in der pflegebedürftige Menschen dauerhaft vollstationär (ganztägig) oder nur teilstationär (halbtägig), tagsüber oder nachts, untergebracht werden. Menschen in Pflegeheimen können aufgrund von physischen und/oder psychischen Einschränkungen Bewohner eines Pflegeheims sein. Der Aufenthalt in einem Pflegeheim hat meist mit dem Alter, chronischen Krankheiten oder einer Schwerstbehinderung zu tun. Die Bewohner eines Pflegeheims werden von professionellen Pflegekräften betreut, die sich um die Versorgung und Verpflegung der Einwohner kümmern.

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Geschichte der Pflegeheime:

Durch die stetige Forschung im Bereich der Medizin konnten über die Jahrhunderte immer bessere Praktiken in Bezug auf Heilungsmethoden entwickelt -und auch immer bessere Medikamente auf den Markt gebracht werden. Diese Entwicklung sorgte unter anderem dafür, dass sich das Durchschnittsalter des Menschen erhöht hat und der Bedarf an Pflege- bzw. Altenheimen steigt.

In den 1950er Jahren gab es nur wenige Altenheime, was zur Folge hatte, dass die Kapazität schon bald nicht mehr ausreichte. Kümmerte man sich früher noch innerhalb der Familie um pflegebedürftige Angehörige, so sorgten die Veränderungen der Familienstruktur dafür, dass die Nachfrage nach einem Pflegeplatz stetig anstieg. Um diese Nachfrage befriedigen zu können suchte man in erster Linie weibliche Arbeitskräfte, da Frauen unter anderem wesentlich weniger verdienten als ihr männlichen Kollegen.

Ab Ende der 50er Jahre wurden in einigen Einrichtungen interne Schulungen für die Altenpflegerinnen angeboten. Diese wurden aufgrund der hohen Anfragen an Pflegeplätze erst durch konfessionelle und später kommunale Ausbildungsstätten ergänzt. Erst Ende der 50er Jahre begannen einige konfessionelle Einrichtungen für ihre Altenpflegerinnen betriebsinterne Schulungen durchzuführen. Die Dauer der Lehrgänge betrug gerade einmal wenige Wochen bis maximal 6 Monate. In den 70er Jahren wurde die Ausbildung in der Altenpflege auf 2 Jahre verlängert. Erst Ende der 90er Jahre dauert die Ausbildung bundesweit 3 Jahre. In den 2000er Jahren sorgte das Altenpflegegesetz, das 2003 in Kraft trat dafür, dass die Altenpflege –Ausbildung für alle Bundesländer einheitlich geregelt ist und zu den Heilberufen gezählt wird. Das Berufsverständnis der Altenpflege beinhaltet die Lebensbegleitung, medizinischer Betreuung, Hauswirtschaft, Hotelservice und individuelle Kundenbetreuung ihrer Patienten.

Aufbau der Branche:

Für die verschiedenen Formen der notwendigen Pflege wurden auch unterschiedliche Heime entwickelt um pflegebedürftige Menschen möglichst optimal versorgen zu können. So werden ältere Menschen, die altersbedingt auf Pflege angewiesen sind, in Altenpflegeheimen untergebracht. Personen mit Behinderungen wiederum werden in Einrichtungen untergebracht, die sich auf die Behindertenhilfe spezialisiert haben. Außerdem gibt es auch Wohnheime, in denen nur teilweise betreut wird und die Bewohner noch ein verhältnismäßig eigenständiges Wohnverhältnis erleben. Im Gegensatz zu Pflegeheimen in denen der Abhängigkeitsgrad der Versorgung durch Pflegepersonal deutlich höher ist.

Entwicklung der Branche:

Im Jahr 2009 gab es in der Bundesrepublik 11.643 Pflegeheime mit insgesamt 845.007 Plätzen. Durch das rasante Wachstum hinsichtlich der Nachfrage an Pflegeplätzen, machten sich in dieser Branche auch die Missstände breit. Immer wieder wurde in den Nachrichten über Missstände in Pflegeheimen berichtet, in denen die Bewohner mangelhaft versorgt wurden. In extremen Fällen kam es zu Misshandlungen, Körperverletzungen und Todesfällen. Nach aufkommen der Skandale konnte man feststellen, dass die Versorgung mit Essen und Trinken sich verbessert hatten. Viele Probleme hinsichtlich der Versorgungssituation bleiben jedoch bestehen.

Die Finanzierung der Pflegeheime wird vielseitig gewährleistet. Der laufende Betrieb wird vor allem durch Entgelte der Bewohner des Pflegeheims finanziert. Werden Bewohner von den Pflegekassen in Deutschland zugelassen, so werden die Entgeltbestandteile für die Pflege- und Betreuungskosten direkt mit der Pflegekasse abgerechnet. Eine weitere Finanzierungsquelle sind öffentliche Zuschüsse zu den Investitionskosten. Des Weiteren tragen auch die kreisfreien Städte oder Landkreise als Sozialhilfeträger einen Anteil der Kosten. In Deutschland kostete 2011 eine vollstationäre Dauerpflege pro Monat durchschnittlich 2 853 Euro. In diesen Kosten sind die Pflegekosten, Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten enthalten.

Berufe in Pflegeheimen:

Zu den Berufen in Pflegeheimen zählt unter anderem der oder die Hauswirtschaftshelfer/in. Außerdem kann man in dieser Branche auch als Altenpflegehelfer/innen tätig sein. In diesem Beruf hilft man älteren Menschen unter anderem beim Essen und bei der Körperpflege. Auch die medizinische Versorgung der Altenheim Bewohner zählt zu den Aufgaben eines Altenpflegehelfers.

Menschen mit Behinderung werden von Heilerziehungspflegern/-pflegerinnen betreut. Zu den Aufgaben dieses Berufs gehört unter anderem das Erstellen von Plänen, die Übungen für die Patienten beinhalten. Auch in diesem Beruf gehört die medizinische Versorgung der Patienten zum Aufgabenfeld dazu. Heilerziehungspflegehelfer/innen helfen ihren Patienten unter anderem beim Anziehen, der Körperpflege oder begleiten ihre Patienten zum Arzt oder beim Einkaufen.

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Regionale Verteilung

Wo sind die meisten Unternehmen der Branche Heime (ohne Erholungs- und Ferienheime) ansässig? Hier sehen Sie den aktuellen Vergleich, geordnet nach Bundesländern und Städten.

Rankings

Wer führt bei Umsatz und Mitarbeiterzahl? Wer sind die ältesten Unternehmen der Branche? Hier finden Sie aktuelle Ranglisten für Unternehmen der Branche Heime (ohne Erholungs- und Ferienheime).

Branchenstruktur

Die Brancheneinteilung folgt der WZ-2008, der offiziellen Klassifikation der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes. Die Zuordnung des Branchencodes wird von Creditreform auf der Basis der Handelsregistereintragung zum Gegenstand des Unternehmens (und ggf. weiterer Informationen) vorgenommen.

Q: Gesundheits- und Sozialwesen

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