Organisationen und Vereinigungen in Deutschland

Die folgende Marktanalyse bietet Ihnen den idealen Einstieg mit Daten, Zahlen und Fakten aus der FirmenWissen/Creditreform-Datenbank für Wirtschaftsauskünfte. Creditreform ist Marktführer – kein anderer Wettbewerber bietet eine höhere Qualität, Aktualität und Vollständigkeit.

Inhalt

Überblick zur Branche Organisationen und Vereinigungen in Deutschland

Im aktuellen Datenbestand von FirmenWissen sind 110.671 Unternehmen in der Branche Organisationen und Vereinigungen gelistet. Die größte Anzahl von Unternehmen ist in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern ansässig. Das durchschnittliche Unternehmensalter in diesem Wirtschaftszweig liegt bei 14 Jahren.

Umsatz
In der Branche Organisationen und Vereinigungen liegt der durchschnittliche Umsatz eines Unternehmens bei 1.200.000,00 Euro. Im letzten Jahr veränderte sich der Umsatz durchschnittlich um +1,60 Prozent.

Personal
Die Anzahl der Mitarbeiter liegt im Mittel bei 3 Mitarbeitern. Das Alter von Managern liegt im Schnitt bei 58 Jahren mit einer Beschäftigungsdauer von 7 Jahren. Die Frauenquote im Management liegt im Durchschnitt bei 28,57 Prozent.

Entwicklung
Innerhalb des letzten Jahres haben 57 Unternehmen in der Branche Insolvenz angemeldet. Dem gegenüber stehen 4.059 Unternehmen, die im selben Zeitraum neu gegründet wurden.

Anzahl der Einträge in der Branche
Quelle: Creditreform/FirmenWissen-Datenbank am 14.10.2019

110.671

Unternehmen

Durchschnittliches
Unternehmensalter

14

Jahre

Durchschnittlicher
Umsatz

1,2

Mio. Euro

Durchschnittliche
Umsatzentwicklung

1,60

Prozent

Durchschnittliche
Mitarbeiteranzahl

3

Personen

Anzahl
Neugründungen

4.059

im letzten Jahr

Anzahl
Insolvenzen

57

im letzten Jahr

Weiterführende Informationen zur Branche Organisationen und Vereine


Vereine

Branchenüberblick

Als Verein bezeichnet man im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches eine auf gewisse Dauer angelegte Personenvereinigung, die von natürlichen oder juristischen Personen gegründet werden kann. Eine Vereinigung existiert unter einem offiziellen Namen und ist nicht abhängig von der Fluktuation seiner Mitglieder. Die Macht eines Vereins geht von seinen Mitgliedern aus, denn diese bestimmen in Versammlungen über Satzungen und Grundsatzfragen, wählen die nachgeordneten Organe und kontrollieren deren Aufgabenerfüllung.

Das Vereinswesen selbst gibt dem Staatsbürger das Recht, sich aufgrund eines gemeinsamen Zwecks mit anderen zu vereinigen (Vereinigungsfreiheit). Des Weiteren ist es durch das Deutsche Gesetz möglich sich außerhalb und innerhalb eines Vereins zu versammeln (Versammlungsrecht).

Geschichte von Vereinen

Der erste bekannte Verein soll um ca. 1413 in London existiert haben. Dieser wurde von frommen Tempelherren gegründet und hatte die Gemeinschaftsaufgabe wohltätige Zwecke umzusetzen. Im Mittelalter sorgten u.a. Handwerkszünfte für die Interessenvertretung von verschiedenen Berufsgruppen. Außerdem konnte man bereits hier das Bedürfnis nach Gemeinschaft und Geselligkeit stillen. Mehr Gemeinsamkeiten mit den heutigen Vereinen hatten die Zusammenschlüsse ab dem 17. Jahrhundert, bei denen es sich z.B. um Sprachgesellschaften handelte. Die Mitglieder waren meist Engländer der Oberschicht, deren Vereine die berühmten Gentlemen’s Clubs waren oder u.a. auch die literarischen Gesellschaften der Aufklärung. Diese Vereine werden heute als Vorläufer der politischen Parteien betrachtet.

Im deutschsprachigen Raum existierten Vereine ca. ab dem 18. Jahrhundert. Dies waren zuerst aufklärerisch gesinnte Vereinigungen, die sich der Pflege von Bildung und Kultur verpflichtet fühlten. Zu den bekanntesten Geselligkeitsclubs dieser Zeit zählte der im Jahr 1749 gegründete Berliner Montagsclub.

Die Entwicklung zum modernen Vereinswesen ist eng mit der Industrialisierung verknüpft. In dieser Zeit gab die Gesellschaft ihre starren Korporationen (historische Vorläufer moderner Organisationen) auf, welche bis dato das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben geprägt hatten. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden zahlreiche Vereine, „Gesellschaften“, Verbindungen sowie Bünde.

Vereinswesen in Deutschland

Innerhalb des allgemeinen Preußischen Landrechts von 1794 wurde festgelegt, dass Untertanen das Recht auf Vereinigungs- und Versammlungsfreiheit zugestanden wurde. Allerdings wurde im Preußischen Landrecht ebenso festgeschrieben, dass es untersagt war, sich während der Vereinssitzungen in politischen Angelegenheiten zu Beraten. Während der Zeit der Napoleonischen Herrschaft und der Freiheitskriege entstanden zahlreiche patriotische Vereinigungen, welche sich unter der Bezeichnung Verein versammelten, um so nicht auf sich aufmerksam zu machen. Bis ins Jahr 1848 machten es sich viele Staaten Deutschlands mit Hilfe der Gesetzgebung zur Aufgabe, Vereine mit politischer Tendenz zu verbieten und Volksversammlungen von der Genehmigung der Behörden abhängig zu machen.

Die deutsche Reichsverfassung von 1871 brachte das Vereinswesen in den Kompetenzkreis der Reichsgesetzgebung. Allerdings trat das Reichsvereinsgesetz erst 1908 in Kraft und Vereine, welche die Regierung bedrohten, wurden verboten. Das 1964 erlassene Vereinsgesetz galt zunächst nur für den Westen Deutschlands, da der Osten (DDR) nicht von der Bundesrepublik regiert wurde. Erst nach der Wiedervereinigung trat das Vereinsgesetz im Februar 1990 auch im Osten Deutschlands in Kraft.

2014 gab es in Deutschland bereits etwa 600 000 Vereine. Damit hat sich die Zahl der Vereine seit den 1970er Jahren verfünffacht. Besonders beliebt sind dabei Sportvereine, bei denen immerhin jeder fünfte Bundesbürger seine Freizeit verbringt.

Branchenaufbau

Vereine können national oder auch international tätig sein. Ein Verein wird dann als international angesehen, wenn die Mitglieder des Vereins verschiedenen Ländern und Staaten angehören.

Organisatorisch betrachtet kann man Vereine in drei unterschiedliche Klassen unterteilen: In Selbstzweck-Vereine, ideelle Vereine und in Selbst-/Fremdhilfe-Vereine. Als Selbstzweck-Verein werden Vereine angesehen, die inhaltlich auf die Gestaltung der (Freizeit-) Aktivitäten ihrer Mitglieder abzielen. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei ideellen Vereinen um Vereine, die externe Ziele, wie gemeinnützige Projekte, verfolgen. Gemeinnützige Vereine genießen den Vorzug, dass diese von Ertragsteuern und Vermögensteuern befreit werden. Bei den Selbst- und Fremdhilfe-Vereinen wiederum, macht man sich die Unterstützung Hilfsbedürftiger zur Aufgabe.

Berufe in Vereinen

Wer beruflich in einem Verein Karriere machen möchte, für den ist ein Sportverein eine sehr gute Anlaufstelle. Im Besonderen professionelle Fußballvereine sollten hinsichtlich der Karrieremöglichkeiten nicht unterschätzt werden, da es sich hier um eine milliardenschwere Industrie handelt. Mögliche Berufe in dieser Branche sind z.B. Account Manager Sport, (Sport-) Vereins - Geschäftsführung oder Produkt Manager.



Organisationen

Branchenüberblick

Die geläufige Definition des Begriffes Organisation bedeutet in etwa „Bewerkstelligen“ und wird in diesem Zusammenhang mit ordnen, aufbauen und gestalten verbunden. Eine Organisation kann jedoch auch eine soziale Struktur sein, die zu meist dann entsteht, wenn Menschen zusammenarbeiten wollen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Mit dieser Form der Organisation wird sich der folgende Text befassen.

Eine Organisation wird in der Organisationssoziologie als eine besondere Form von sozialem Gebilde betrachtet, die von anderen sozialen Gebilden, wie zum Beispiel Familien, unterschieden werden kann. In der Organisationssoziologie werden Organisationen durch drei Merkmale definiert:

  • Für die Mitgliedschaft in einer Organisation werden gewisse Kriterien festgelegt, die entscheiden, welche Personen einer Organisation beitreten können und welche ausgeschlossen werden
  • Organisationen dienen dem Zweck, ein gewisses Ziel zu verfolgen und dahingehend ihr Vorgehen zu organisieren und zu begründen (ohne dabei gegen Gesetze zu verstoßen)
  • Organisationen werden durch Hierarchien strukturiert, welche Über- und Unterordnungsverhältnisse der Mitglieder festlegen. Allerdings wird in der Realität deutlich, dass durchaus auch rangniedrige Mitglieder großen Einfluss innerhalb der Organisation haben können

Branchenaufbau

In Deutschland zählen die Gewerkschaften zu den wichtigsten Organisationen des Landes. Als Gewerkschaft bezeichnet man eine Organisation, die sowohl die sozialen, als auch die wirtschaftlichen Interessen von Arbeitnehmern vertreten. Zu den Tätigkeiten von Gewerkschaften gehört es, mit den Arbeitgebern Tarifverträge auszuhandeln, in denen unter anderem Urlaubstage und Verdienst der verschiedenen Arbeitnehmergruppen ausgehandelt werden.

Des Weiteren gelten auch Stiftungen als Organisationen, die zu meist in privatrechtlicher Form gegründet werden. Auch eine Stiftung dient einem Zweck und wird solange betrieben, bis das Ziel des Stifters erreicht wird. Jede Form einer Stiftung ist erlaubt, solange das Ziel der Stiftung erreichbar ist und die Stiftung nicht gegen bestehende Gesetze verstößt. Die größten Stiftungen im privaten Recht in Deutschland verfügen über Milliardenhohe Vermögen.

Regionale Verteilung

Wo sind die meisten Unternehmen der Branche Interessenvertretungen sowie kirchliche und sonstige religiöse Vereinigungen (ohne Sozialwesen und Sport) ansässig? Hier sehen Sie den aktuellen Vergleich, geordnet nach Bundesländern und Städten.

Verteilung nach Städten

5.089
Berlin
4.822
Hamburg
2.180
Hannover
2.010
Dresden
1.501
München
1.352
Köln
1.277
Bonn
1.116
Düsseldorf
1.085
Leipzig
1.074
Essen
983
Stuttgart
924
Nürnberg
775
Dortmund
692
Mannheim
659
Osnabrück
640
Mainz
632
Wuppertal
618
Bremen
603
Kiel
586
Magdeburg

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Rankings

Wer führt bei Umsatz und Mitarbeiterzahl? Wer sind die ältesten Unternehmen der Branche? Hier finden Sie aktuelle Ranglisten für Unternehmen der Branche Interessenvertretungen sowie kirchliche und sonstige religiöse Vereinigungen (ohne Sozialwesen und Sport).

Branchenstruktur

Die Brancheneinteilung folgt der WZ-2008, der offiziellen Klassifikation der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes. Die Zuordnung des Branchencodes wird von Creditreform auf der Basis der Handelsregistereintragung zum Gegenstand des Unternehmens (und ggf. weiterer Informationen) vorgenommen.

S: Erbringung von sonstigen Dienstleistungen

Firmenadressen – Interessenvertretungen sowie kirchliche und sonstige religiöse Vereinigungen (ohne Sozialwesen und Sport)

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