Kanzleien und Rechtsberatung in Deutschland

Die folgende Marktanalyse bietet Ihnen den idealen Einstieg mit Daten, Zahlen und Fakten aus der FirmenWissen/Creditreform-Datenbank für Wirtschaftsauskünfte. Creditreform ist Marktführer – kein anderer Wettbewerber bietet eine höhere Qualität, Aktualität und Vollständigkeit.

Inhalt

Überblick zur Branche Kanzleien und Rechtsberatung in Deutschland

Im aktuellen Datenbestand von FirmenWissen sind 24.509 Unternehmen in der Branche Kanzleien und Rechtsberatung gelistet. Die größte Anzahl von Unternehmen ist in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg ansässig. Das durchschnittliche Unternehmensalter in diesem Wirtschaftszweig liegt bei 16 Jahren.

Umsatz
In der Branche Kanzleien und Rechtsberatung liegt der durchschnittliche Umsatz eines Unternehmens bei 561.000,00 Euro. Im letzten Jahr veränderte sich der Umsatz durchschnittlich um +0,66 Prozent.

Personal
Die Anzahl der Mitarbeiter liegt im Mittel bei 3 Mitarbeitern. Das Alter von Managern liegt im Schnitt bei 54 Jahren mit einer Beschäftigungsdauer von 9 Jahren. Die Frauenquote im Management liegt im Durchschnitt bei 21,70 Prozent.

Entwicklung
Innerhalb des letzten Jahres haben 8 Unternehmen in der Branche Insolvenz angemeldet. Dem gegenüber stehen 496 Unternehmen, die im selben Zeitraum neu gegründet wurden.

Anzahl der Einträge in der Branche
Quelle: Creditreform/FirmenWissen-Datenbank am 22.05.2019

24.509

Unternehmen

Durchschnittliches
Unternehmensalter

16

Jahre

Durchschnittlicher
Umsatz

0,6

Mio. Euro

Durchschnittliche
Umsatzentwicklung

0,66

Prozent

Durchschnittliche
Mitarbeiteranzahl

3

Personen

Anzahl
Neugründungen

496

im letzten Jahr

Anzahl
Insolvenzen

8

im letzten Jahr

Weiterführende Informationen zur Branche Rechtsberatung:

Die Rechtsberatung ist eine Rechtsdienstleistung, bei der private oder auch juristische Personen in Bezug auf rechtliche Fragen beraten werden. Sie ist von der Rechtsvertretung vor Gericht abzugrenzen, kann jedoch oftmals in Erweiterung der Beratungstätigkeit um eine Rechtsbesorgung bzw. -Beratung erweitert werden. Eine moderne Form der Rechtsberatung ist die Online-Rechtsberatung. Diese findet entweder komplett oder hauptsächlich im Internet statt. Eine weitere Möglichkeit für einen Mandanten mit einem Rechtsanwalt in Kontakt zu treten, ist die telefonische Rechtsberatung.

Innerhalb dieser Branche werden etwa 53.200 Unternehmen und Einrichtungen in Deutschland gelistet. Diese setzten im Jahr 2014 rund 22,2 Milliarden Euro um. Im Januar 2015 gab es rund 163.800 zugelassene Anwälte in Deutschland. Damit hat sich die Zahl der Fachanwälte (Rechtsanwälte mit besonderen Kenntnissen in bestimmten Rechtsgebieten) in einem Jahrzehnt mehr als verdoppelt. Im Wirtschaftsrecht werden für eine Rechtsberatung die teuersten Stundensätze verlangt. So rechnet ein Partner einer Anwaltskanzlei durchschnittlich bis zu 374 Euro pro Stunde ab und ein angestellter Anwalt durchschnittlich 284 Euro. Laut einer Umfrage im Jahr 2015 verdienten die Berufsträger in den Rechtsabteilungen in Deutschland im Durchschnitt 72.000 Euro im Jahr, wobei Bonuszahlungen nicht berücksichtigt wurden.

Geschichte der Rechtsberatung

Bis ins Jahr 1935 gab es in Deutschland keine gesetzliche Regelung darüber, welche Personen dazu befugt waren, Rechtsberatungen durchzuführen. In der Gewerbeordnung von 1869 wurde festgehalten, dass die Freiheit im gewerblichen Leben auch für das Gebiet der Rechtsberatung gilt. Somit war so gut wie jeder zur gewerblichen Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten befugt.

Erst durch die Einführung des Gesetzes zur Verhütung von Missbräuchen auf dem Gebiet der Rechtsberatung im Jahr 1935 änderte sich dies. Von nun an war die Rechtsbesorgung an die Erteilung einer Erlaubnis gebunden, so dass ein Antragsteller nun auf die erforderliche Zuverlässigkeit und persönliche Eignung sowie auf genügende Sachkunde überprüft werden musste. Die Einführung dieses Gesetzes sollte in erster Linie jüdische Rechtsanwälte daran hindern, in die nichtanwaltliche Rechtsberatung auszuweichen. Aus diesem Grund wurde in § 5 der ersten Verordnung zur Ausführung des Rechtsberatungsgesetzes von 1935 festgehalten, dass Juden nach § 1 des Rechtsberatungsgesetzes (RBerG) die erforderliche Erlaubnis nicht erteilt wird. Infolge dieser Regelung konnten die noch amtierenden jüdischen Richter und Staatsanwälte, die nach der Ersten Verordnung zum Reichsbürgergesetz zum Jahresende 1935 aus dem Dienst ausscheiden mussten, nicht rechtsberatend tätig werden.

Dieses Gesetz wurde bereits in den 1920er Jahren ausgearbeitet und hatte ursprünglich den Zweck, die Rechtssuchenden vor unqualifiziertem Rechtsrat zu schützen. Die Ausführungsbestimmungen des Rechtsberatungsgesetzes, die den Juden die rechtsberatenden Tätigkeiten verwehrten, wurden 1945 mit dem Kontrollratsgesetz Nr. 1 aufgehoben. Darüber hinaus blieb das Rechtsberatungsgesetz jedoch in Kraft.Durch das Fünfte Gesetz zur Änderung der Bundesgebührenordnung für Rechtsanwälte vom August 1980 entstand offiziell der Beruf des Voll-Rechtsbeistandes. Bis das Gesetz in Kraft trat war die Neuzulassung von Rechtsbeiständen nur noch mit Teilerlaubnissen für bestimmte Rechtsgebiete möglich. Die bis dato erteilten Erlaubnisse galten weiterhin, Rechtsbeistände mit einer Vollerlaubnis konnten ihre Aufnahme in die Rechtsanwaltskammer nach § 209 Bundesrechtsanwaltsordnung beantragen.

Im Juli 2008 trat das Rechtsdienstleistungsgesetz in Kraft, wodurch das Rechtsberatungsgesetz abgelöst wurde. Innerhalb dieses Gesetzes wurde festgelegt, dass in der Regel nur Rechtsanwälte, Rechtsbeistände, Steuerberater und Patentanwälte uneingeschränkte, außergerichtliche, entgeltliche, rechtliche Beratungen geben dürfen. Außerdem ist es auch anderen Personen erlaubt Rechtsberatungen durchzuführen, solange diese bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dazu gehört unter anderem, dass die Rechtsberatung in den Aufgabenbereich der angestellten Person fällt und dass diese zuvor eine Anleitung von einer zur Rechtsberatung berechtigten Person erhalten hat.

Ein Beispiel hierfür sind Verbraucherzentralen, die nach dem Rechtsdienstleistungsgesetz die Befugnis zur außergerichtlichen Rechtsberatung im Rahmen ihres Aufgaben- und Zuständigkeitsbereichs haben. Andere juristische Personen, die in Banken tätig sind, dürfen in der Regel keine rechtliche Beratung erteilen.

Berufe in der Rechtsberatung

Rechtsberater: Im Gegensatz zu den Rechtsanwälten, die dafür da sind rechtliche Konflikte zu lösen, gehört es zu den Aufgaben eines Rechtsberaters einen rechtlichen Konflikt vollkommen zu vermeiden. Dementsprechend wenig sind diese in Kanzleien oder vor Gericht anzutreffen. Anstelle dessen sind Rechtsberater u.a. bei Wirtschaftskonzernen und Finanzunternehmen vorzufinden. Wie bereits aus der Berufsbezeichnung hervorgeht, handelt es sich um eine Stelle, bei der die Beratung im Vordergrund steht. Dies schließt zudem auch das Prüfen von Verträgen, das Erstellen juristischer Stellungnahmen sowie die rechtliche Verwicklung von Unternehmen mit ein.

Regionale Verteilung

Wo sind die meisten Unternehmen der Branche Rechtsberatung ansässig? Hier sehen Sie den aktuellen Vergleich, geordnet nach Bundesländern und Städten.

Rankings

Wer führt bei Umsatz und Mitarbeiterzahl? Wer sind die ältesten Unternehmen der Branche? Hier finden Sie aktuelle Ranglisten für Unternehmen der Branche Rechtsberatung.

Branchenstruktur

Die Brancheneinteilung folgt der WZ-2008, der offiziellen Klassifikation der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes. Die Zuordnung des Branchencodes wird von Creditreform auf der Basis der Handelsregistereintragung zum Gegenstand des Unternehmens (und ggf. weiterer Informationen) vorgenommen.

M: Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen

Firmenadressen – Rechtsberatung

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