Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus in Deutschland

Die folgende Marktanalyse bietet Ihnen den idealen Einstieg mit Daten, Zahlen und Fakten aus der FirmenWissen/Creditreform-Datenbank für Wirtschaftsauskünfte. Creditreform ist Marktführer – kein anderer Wettbewerber bietet eine höhere Qualität, Aktualität und Vollständigkeit.

Inhalt

Überblick zur Branche Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus in Deutschland

Im aktuellen Datenbestand von FirmenWissen sind 2.069 Unternehmen in der Branche Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus gelistet. Die größte Anzahl von Unternehmen ist in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern ansässig. Das durchschnittliche Unternehmensalter in diesem Wirtschaftszweig liegt bei 21 Jahren.

Umsatz
In der Branche Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus liegt der durchschnittliche Umsatz eines Unternehmens bei 4.700.000,00 Euro. Im letzten Jahr veränderte sich der Umsatz durchschnittlich um +1,65 Prozent.

Personal
Die Anzahl der Mitarbeiter liegt im Mittel bei 13 Mitarbeitern. Das Alter von Managern liegt im Schnitt bei 54 Jahren mit einer Beschäftigungsdauer von 7 Jahren. Die Frauenquote im Management liegt im Durchschnitt bei 19,55 Prozent.

Entwicklung
Innerhalb des letzten Jahres haben 23 Unternehmen in der Branche Insolvenz angemeldet. Dem gegenüber stehen 51 Unternehmen, die im selben Zeitraum neu gegründet wurden.

Anzahl der Einträge in der Branche
Quelle: Creditreform/FirmenWissen-Datenbank am 17.11.2019

2.069

Unternehmen

Durchschnittliches
Unternehmensalter

21

Jahre

Durchschnittlicher
Umsatz

4,7

Mio. Euro

Durchschnittliche
Umsatzentwicklung

1,65

Prozent

Durchschnittliche
Mitarbeiteranzahl

13

Personen

Anzahl
Neugründungen

51

im letzten Jahr

Anzahl
Insolvenzen

23

im letzten Jahr

Weiterführende Informationen zur Papierbranche:

Im Zusammenhang mit der drupa Messe veröffentlichte die zuständige Behörde IT-NRW Branchenübersichtszahlen zum Land NRW, gemäß derer im Jahr 2015 rund 236 Betriebe der Papierbranche Waren im Wert von 6,97 Milliarden Euro produziert haben. In ganz Deutschland wurden im Jahr 2015 Waren im Wert von rund 34,4 Milliarden Euro hergestellt. Die Zahl der Gesamtbeschäftigten der Branche in Deutschland lag im Jahr 2014 bei rund 135.117 Menschen. Weiterlesen

Geschichte der Papierbranche:

Die Erfindung des Papiers erfolgte 105 nach Christus in China. Ein chinesischer Minister namens Tsai Lun zerstampfte Pflanzenfasern, löste sie in Wasser und siebte sie anschließend. Das Wissen um die Papierherstellung gelangte über die sogenannte Seidenstraße in die arabischen Länder. Dort wurde das Papier dahingehend weiterentwickelt, dass eine Oberflächenleimung verwendet wurde, um das Papier besser beschreiben zu können. Weiter über Nordafrika gelangte das Papier dann in den Süden Europas. Bekannt ist die erste Papiermühle in Europa als die in Fabriano, Italien aus dem Jahr 1280. Die erste bekannte Papiermühle in Deutschland ist die des Nürnberger Ratsherrn Ulmann Stromer, die im Jahr 1390 in Betrieb genommen wurde.

Im Jahr 1445 wurde diese Branche durch die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg revolutioniert. Zwar existierten bereits in Ostasien des 8.Jahrhunderts gedruckte Werke, so wurden diese jedoch nicht wie bei Gutenbergs Erfindung mit auswechselbaren Lettern eines Schriftsatzes gedruckt. Erst dadurch war ein moderner Buchdruck möglich, bei dem man flexibel und relativ günstig große Auflagen drucken konnte. Dies bedeutete auch, dass die bis dato mühsame, handschriftliche Vervielfältigung von Dokumenten und Büchern nun der Vergangenheit angehörten. Das Papier erlebte ab diesem Moment einen unheimlichen Aufschwung. Im Jahr 1600 gab es bereits an die 190 Papiermühlen und auch der Arbeitsmarkt profitierte von der Beliebtheit des Papiers. Doch die hohe Nachfrage nach Papier führte bald dazu, dass der Basisstoff knapp wurde. Im Jahr 1774 entwickelte Justus Claproth, ein Jurist, eine Möglichkeit um bereits aus verwendetem Papier, durch Wiederverwertung wieder neues Papier zu gewinnen. Damit schuf er die Grundlage des Recyclings. Erst um 1851 entwickelten zwei Chemiker eine Methode um Papier aus Holz herzustellen. Eine weitere wichtige Entwicklung innerhalb dieser Branche, war das erste maschinengestrichene Papier, das in Deutschland im Jahr 1954 hergestellt wurde. Mit der erneuten Gewinnung an Qualität begann für Magazin und Illustrierte die Zeit des Farbdrucks.

Branchenaufbau Papierbranche:

Von Papier spricht man, wenn der Druckstoff, der aus Papier besteht eine flächenbezogene Masse im Bereich von 7g/m2 bis 225g/m2 besitzt. Bei Werten größer als 225g/m2 spricht man von Karton oder Pappe. In Deutschland ist die Papierbranche stark mittelständisch geprägt. In der Branche sind rund 60% der agierenden Betriebe Kleinbetriebe mit weniger als 100 Beschäftigten und weitere 37% haben 100-500 Angestellte und sind somit Mittelbetriebe.

Der größte Bereich der Papierbranche ist der Bereich der Verpackungen, gefolgt von den grafischen Papieren und den Hygiene- und Spezialpapieren (Stand 2013). Die deutsche Papierbranche ist im internationalen Vergleich einer der Spitzenreiter im Bereich Nachhaltigkeit. Sie arbeitet zu 74% mit Altpapier (Stand 2013). Die Konzernstrukturen, der in der Branche agierenden Unternehmen, sind vielseitig. Sie reichen vom Großkonzern bis zum Kleinunternehmen. Ein großer Teil der produzierten Waren wird exportiert. Im Jahr 2013 umfasst das Volumen der exportierten Waren 13,1 Millionen Tonnen. Bedeutendste Abnehmer Region ist die Europäische Union.

Als Folge der Digitalisierung sieht sich die Branche einem starken Rückgang der grafischen Papiere gegenüber. Durch das veränderte Verhalten der Verbraucher im Zusammenhang mit digitalen Medien, ging die Produktion von grafischen Papieren zurück. Demgegenüber steht allerdings ein Wachstum im Bereich der Verpackungs- und Hygienepapiere.

Berufe in der Papierbranche:

Die Papierbranche bietet sowohl kaufmännische als auch technische Ausbildungsmöglichkeiten. Beispiele für mögliche Ausbildungen sind:

  • Industriekaufmann: Die Ausbildung zum Industriekaufmann dauert 2,5 bis 3 Jahre und erfordert einen Realschulabschluss. Zudem sind ein gewisses Zahlenverständnis, gute Ausdrucksfähigkeit und Fremdsprachenkenntnisse gewünscht. Industriekaufleute arbeiten im Verwaltungsbereich eines Unternehmens und agieren in der Sachbearbeitung.
  • Maschinen- und Anlagenführer: Die Ausbildung zum Maschinen- und Anlagenführer dauert 2 Jahre und erfordert einen Hauptschulabschluss. Zu den Aufgaben eines Maschinen- und Anlagenführers zählen die Bedienung von Anlagen und deren Umrüstung, sowie die Überwachung des Fertigungsablaufs.
  • Mechatroniker: Die Ausbildung zum Mechatroniker erfolgt über einen Zeitraum von 3,5 Jahren. Voraussetzung für die Ausbildung sind ein sehr guter Haupt- oder Realschulabschluss, sowie gute Leistungen in Mathematik und Physik. Zusätzlich sollte ein hohes Interesse an Elektronik und Informatik vorhanden sein. Nach Beendigung der Ausbildung ist der Mechatroniker dazu in der Lage Fertigungsanlagen zu programmieren, sie zu warten und instand zu halten.
  • Verfahrensmechaniker: Die Ausbildung zum Verfahrensmechaniker dauert im Schnitt 3 Jahre. Voraussetzungen für die Ausbildung sind ein Haupt- oder Realschulabschluss, gutes mathematisches Verständnis sowie ein gewisses Interesse an Mathematik, Physik und Chemie. Nach Abschluss der Ausbildung ist ein Verfahrensmechaniker dazu in der Lage Verpackungen aus Kunststoff und Spezialfolien herzustellen.
  • Papiertechnologe: Die Ausbildung zum Papiertechnologen geht über 3 Jahre und erfordert Interesse an Mathematik, Chemie und Physik sowie an der Arbeit mit Maschinen. Zu den Aufgaben eines Papiertechnologen zählen die Überwachung der Maschinen und Anlagen sowie die Herstellung von Karton, Pappe und Papier.
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Regionale Verteilung

Wo sind die meisten Unternehmen der Branche Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus ansässig? Hier sehen Sie den aktuellen Vergleich, geordnet nach Bundesländern und Städten.

Branchenstruktur

Die Brancheneinteilung folgt der WZ-2008, der offiziellen Klassifikation der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes. Die Zuordnung des Branchencodes wird von Creditreform auf der Basis der Handelsregistereintragung zum Gegenstand des Unternehmens (und ggf. weiterer Informationen) vorgenommen.

C: Verarbeitendes Gewerbe

Neugründungen und Insolvenzen

Die FirmenWissen-Datenbank enthält aktuelle Daten zu Neugründungen und Insolvenzen.

Firmenadressen – Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus

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