Fischfang und Fischzucht in Deutschland

Die folgende Marktanalyse bietet Ihnen den idealen Einstieg mit Daten, Zahlen und Fakten aus der FirmenWissen/Creditreform-Datenbank für Wirtschaftsauskünfte. Creditreform ist Marktführer – kein anderer Wettbewerber bietet eine höhere Qualität, Aktualität und Vollständigkeit.

Inhalt

Überblick zur Branche Fischfang und Fischzucht in Deutschland

Im aktuellen Datenbestand von FirmenWissen sind 820 Unternehmen in der Branche Fischfang und Fischzucht gelistet. Die größte Anzahl von Unternehmen ist in Bayern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein ansässig. Das durchschnittliche Unternehmensalter in diesem Wirtschaftszweig liegt bei 17 Jahren.

Umsatz
In der Branche Fischfang und Fischzucht liegt der durchschnittliche Umsatz eines Unternehmens bei 405.000,00 Euro. Im letzten Jahr veränderte sich der Umsatz durchschnittlich um +1,69 Prozent.

Personal
Die Anzahl der Mitarbeiter liegt im Mittel bei 2 Mitarbeitern. Das Alter von Managern liegt im Schnitt bei 55 Jahren mit einer Beschäftigungsdauer von 9 Jahren. Die Frauenquote im Management liegt im Durchschnitt bei 10,30 Prozent.

Entwicklung
Innerhalb des letzten Jahres haben 4 Unternehmen in der Branche Insolvenz angemeldet. Dem gegenüber stehen 19 Unternehmen, die im selben Zeitraum neu gegründet wurden.

Anzahl der Einträge in der Branche
Quelle: Creditreform/FirmenWissen-Datenbank am 19.11.2019

820

Unternehmen

Durchschnittliches
Unternehmensalter

17

Jahre

Durchschnittlicher
Umsatz

0,4

Mio. Euro

Durchschnittliche
Umsatzentwicklung

1,69

Prozent

Durchschnittliche
Mitarbeiteranzahl

2

Personen

Anzahl
Neugründungen

19

im letzten Jahr

Anzahl
Insolvenzen

4

im letzten Jahr

Weiterführende Informationen zur Branche Fischfang und Fischzucht:

Der Fischfang bezeichnet die Branche deren Fokus auf dem Fangen und Züchten von Fischen mit dem Zweck der Nahrungsgewinnung und Weiterverarbeitung liegt. In Deutschland ist es Aufgabe der Fischzucht sich mit der kontrollierten Aufzucht von im Wasser lebenden Organismen zu befassen. Hierbei stehen insbesondere Fische, Muscheln und Krebse im Vordergrund. Die Fischzucht ist eine weitere Nahrungsquelle, die der Überfischung der Meere entgegenwirken soll, in dem die Tiere kontrolliert gezüchtet und nicht im Meer gefangen werden. Weiterlesen

Branchenaufbau Fischfang und Fischzucht

In Deutschland wird die Branche des Fischfangs in Seen- und Flussfischerei unterteilt und ergänzt durch die Fischzucht, die basierend auf der Produktionsmenge der ertragreichste Sektor ist. Im Bereich der Fischerei ist Brandenburg die ertragreichste Region in Deutschland mit einem Anteil von rund 40% am gesamten Fischfang. Die Anzahl der Fischereibetriebe in Deutschland betrug im Jahr 2014 bei der Erwerbsfischerei 955 Betriebe und 5952 Betriebe in der Aquakultur. Neben der erwerbsmäßigen Fischerei, ist die Branche auch für die Pflege und Erhaltung der Gewässer und Fischbestände verantwortlich.

Berufe in der Branche Fischfang und Fischzucht:

Ein in Deutschland anerkannter Ausbildungsberuf ist der des Fischwirtes. Dieses Berufsbild vereint unter sich die ehemals separaten Berufsbilder des Fischers und des Fischzüchters. Die Ausbildung zum Fischwirt dauert drei Jahre und erfolgt im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Die Ausbildung kann mit drei verschiedenen Schwerpunkten absolviert werden:

  • Fischhaltung und Fischzucht: Hier liegt der Fokus auf der Züchtung von Fischen in künstlich angelegten Gewässern und der Verarbeitung und Vermarktung von Fischen.
  • Kleine Hochsee- und Küstenfischerei: Fang von Schalentieren und Fischen.
  • Seen- und Flussfischerei: Der Schwerpunkt liegt hier auf dem Fang von Fischen in Seen und Flüssen und dem anschließenden Verkauf. Außerdem zählt die Pflege des Lebensraumes und des Tierbestands zu den Aufgaben.

Nach dem Erlangen einer zweijährigen Berufspraxis kann die Prüfung zum Fischwirtschaftsmeister abgelegt werden. Neben der Möglichkeit des Ausbildungsberufs bieten Universitäten auch Studiengänge im Bereich der Fischereibiologie und Aquakultur an. In Berlin wird zudem noch ein vertiefender Masterstudiengang angeboten.

Arten des Fischfangs und der Fischzucht:

Die Branche der Fischzucht als Teilbereich, lässt sich weiter aufspalten:

  • Fischzucht für die Nahrungsmittelindustrie
  • Zucht von Setzlingen zur Arterhaltung von Fischen und dem Besatz von Angelgewässern
  • Mikro- und Makroalgenzucht für die chemische, pharmazeutische sowie lebensmitteltechnische Industrie und den Futtermittelmarkt.

Die Aufzucht der Tiere erfolgt auf verschiedene Art und Weise, die den jeweiligen Bedürfnissen der Fische und ihren Lebensräumen angepasst wird. Die häufigste Art der Aufzucht ist die Teichwirtschaft. Hierbei werden Anlagen in fließenden oder stehenden Gewässern errichtet und in diesen dann Fische gezüchtet. In Südostasien werden Fische wie der Pangasius in schwimmenden Käfigen, die in Unterläufen angebracht sind, gezüchtet. Eine weitere Möglichkeit ist das Anlegen von Netzgehegen im Meer oder in Buchten – mittels dieser Methode werden zum Beispiel Lachse gezüchtet. Die Errichtung von geschlossenen Kreislaufsystemen soll es ermöglichen, den Wasserverbrauch zu verringern und möglichst von Umwelteinflüssen unabhängig zu werden. Derartige Systeme würden es ermöglichen Fischprodukte nahezu überall herzustellen.

Der Fang von Fischen erfolgt über verschiedenste Methoden und Techniken, wobei sich jede Methode aus zwei Phasen zusammensetzt. Als erstes wird das Fischverhalten gesteuert, so soll erreicht werden, dass die Tiere sich in die gewünschte Richtung bewegen. In der zweiten Phase wird dann der Fisch durch Netze oder ähnliches gefangen. Das Fangen mit Netzen erfolgt durch das Ziehen von Netzen durch das Wasser oder nah am Meeresgrund.

Der Fischfang mit Netzen wird als Netzfischerei bezeichnet. Sie kann in eine passive und eine aktive Art unterteilt werden. Zur passiven Netzfischerei zählen Stell- und Treibnetze. Sie werden wie senkrechte Vorhänge im Wasser ausgelegt. Sie werden als passiv bezeichnet, da die Netze stationär sind und die Fische sich darin verfangen. Die aktive Netzfischerei nutzt Schleppnetze wie Käscher. Als erstes werden die Fischschwärme mit Hilfe eines Echolots geortet und dann mit einem schnellen Schiff umfahren, das ausgehend von einer Boje ein Netz ausfährt. Sobald das Boot seinen Startpunkt wieder erreicht hat, wird das untere Ende des Netzes zugezogen und eingeholt. Eine andere Möglichkeit ist die Korbreusenfischerei. Bei Reusen handelt es sich um Fallen die Tiere, die in Bodennähe leben anlocken oder durch andere Vorkehrungen in die Reuse leiten. Die Reusen bestehen aus Holz, Korbgeflecht oder Metall und sind zylindrisch oder quadratisch geformt. Sie ermöglichen das leichte Eindringen des Tieres in die Falle und verhindern das Herauskommen. An den Fallen befindet sich eine Leine, die das spätere Einholen wieder ermöglicht.

Eine der ältesten Methoden der Fischerei in Deutschland ist das Krabbenfischen in der Nordsee. Die Krabbenfischerei erfolgt einmal über den Kutter, ein spezieller extra zu diesem Zweck ausgerüsteter Bootstyp, oder aber über die Baumkurre. Hierbei handelt es sich um ein Grundschleppnetz das seitlich vom Boot ins Wasser gelassen und über den Boden gezogen wird.
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Regionale Verteilung

Wo sind die meisten Unternehmen der Branche Fischerei und Aquakultur ansässig? Hier sehen Sie den aktuellen Vergleich, geordnet nach Bundesländern und Städten.

Rankings

Wer führt bei Umsatz und Mitarbeiterzahl? Wer sind die ältesten Unternehmen der Branche? Hier finden Sie aktuelle Ranglisten für Unternehmen der Branche Fischerei und Aquakultur.

Branchenstruktur

Die Brancheneinteilung folgt der WZ-2008, der offiziellen Klassifikation der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes. Die Zuordnung des Branchencodes wird von Creditreform auf der Basis der Handelsregistereintragung zum Gegenstand des Unternehmens (und ggf. weiterer Informationen) vorgenommen.

A: Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

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