Bekleidungsherstellung in Deutschland

Die folgende Marktanalyse bietet Ihnen den idealen Einstieg mit Daten, Zahlen und Fakten aus der FirmenWissen/Creditreform-Datenbank für Wirtschaftsauskünfte. Creditreform ist Marktführer – kein anderer Wettbewerber bietet eine höhere Qualität, Aktualität und Vollständigkeit.

Inhalt

Überblick zur Branche Bekleidungsherstellung in Deutschland

Im aktuellen Datenbestand von FirmenWissen sind 3.051 Unternehmen in der Branche Bekleidungsherstellung gelistet. Die größte Anzahl von Unternehmen ist in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg ansässig. Das durchschnittliche Unternehmensalter in diesem Wirtschaftszweig liegt bei 15 Jahren.

Umsatz
In der Branche Bekleidungsherstellung liegt der durchschnittliche Umsatz eines Unternehmens bei 1.765.000,00 Euro. Im letzten Jahr veränderte sich der Umsatz durchschnittlich um +0,14 Prozent.

Personal
Die Anzahl der Mitarbeiter liegt im Mittel bei 2 Mitarbeitern. Das Alter von Managern liegt im Schnitt bei 54 Jahren mit einer Beschäftigungsdauer von 6 Jahren. Die Frauenquote im Management liegt im Durchschnitt bei 41,63 Prozent.

Entwicklung
Innerhalb des letzten Jahres haben 33 Unternehmen in der Branche Insolvenz angemeldet. Dem gegenüber stehen 137 Unternehmen, die im selben Zeitraum neu gegründet wurden.

Anzahl der Einträge in der Branche
Quelle: Creditreform/FirmenWissen-Datenbank am 26.01.2020

3.051

Unternehmen

Durchschnittliches
Unternehmensalter

15

Jahre

Durchschnittlicher
Umsatz

1,8

Mio. Euro

Durchschnittliche
Umsatzentwicklung

0,14

Prozent

Durchschnittliche
Mitarbeiteranzahl

2

Personen

Anzahl
Neugründungen

137

im letzten Jahr

Anzahl
Insolvenzen

33

im letzten Jahr

Weiterführende Informationen zur Branche der Bekleidungsproduktion:

Mit Blick auf den Aspekt der industriellen Fertigung, wird die vormals als Bekleidungsgewerbe bezeichnete Branche vielfach auch als Bekleidungsindustrie oder Bekleidungswirtschaft bezeichnet. So soll deutlich werden, dass es sich nicht mehr um einen reinen Industriezweig handelt, sondern vielmehr um eine Branche, die aus vielfältigen und übergreifenden wirtschaftlichen Tätigkeiten besteht. Weiterlesen

Nicht nur in Deutschland sieht sich die Branche der Bekleidungsproduktion in den letzten Jahren einem tiefgreifenden Strukturwandel ausgesetzt, der eng mit der Auslagerung von Arbeiten in Schwellen- und Entwicklungsländer zusammenhängt. Das Ergebnis des Wandels ist, dass sich die Branche aus der eigentlichen Fertigung weitestgehend zurückgezogen hat und sich hauptsächlich mit Tätigkeiten wie Entwicklung, Design, Marketing, Vertrieb und Verwaltung befasst.

Branchenaufbau Bekleidungsproduktion:

In den letzten Jahren hat sich das vormals industriell ausgerichtete Bekleidungsgewerbe zu einem primär dienstleistungsorientierten Wirtschaftssektor entwickelt, der zudem stark international orientiert ist. Durch den Wandel der Branche stieg der Anteil der Exporte stetig an, was darauf zurückzuführen ist, dass die Unternehmen, gezwungen durch die schwere Situation in Deutschland, neue Märkte erschließen mussten. Dies zeigt sich auch in einer Analyse aus dem Jahr 2009, die zeigt, dass die Anzahl der Aufträge aus dem Ausland deutlich wächst, während Aufträge aus dem Inland immer weiter abnehmen.

Der Fokus der Branche der Bekleidungsproduktion hat sich also von der industriellen Fertigung auf einen stark dienstleistungsorientierten Markt umorientiert. Die Branche ist demnach dominiert von Unternehmen, die genau genommen Dienstleister sind. Ihre Aufgaben bestehen darin die Nachfrage nach Bekleidung mit dem weltweiten Produktionspotential zu verknüpfen um die Nachfrage zu decken. Zudem beschäftigen sie sich mit der Erstellung von Kollektionen, dem Design und wirtschaftlichen Aspekten wie der Finanzierung, Qualitätssicherung und Organisation. Eigene Fertigungen werden nur noch für Kleinstserien oder Spezialaufträge betrieben. Alles in allem lässt sich in der Branche feststellen, dass sich die deutschen Unternehmen der Bekleidungsproduktion darauf spezialisiert haben, hochwertige und innovative Produkte herzustellen die Produktnischen abdecken. Mit diesen Produkten kann die deutsche Unternehmerlandschaft auf dem internationalen Markt herausstechen.

Neben den Unternehmen selbst, ist die Branche stark von den Aktivitäten der Interessenvertretungen und Verbände geprägt. Die Arbeitnehmer werden von der Gewerkschaft IG Metall vertreten und die Arbeitgeber vom „Gesamtverband Textil Mode“. Die gesamte Branche ist stark mittelständisch geprägt, mit einigen größeren Unternehmensgruppen. Die deutsche Unternehmerschaft der Bekleidungsproduktion fertigt beziehungsweise vertreibt Textilien in den folgenden Bereichen:

  • Technische Textilien: Der Bereich der technischen Textilien deckt Produkte ab, die für Flugzeug-, Auto-, Boots- und Schiffbau verwendet werden. Auch die Bauindustrie ist ein Abnehmer der Produkte. In einem Auto finden sich zum Beispiel bis zu 20 Kilogramm Textilien, Tendenz steigend. In der Bauindustrie werden Textilien und textile Verbindungen verstärkt als Überdachungen eingesetzt, da sie bei geringerem Gewicht deutlich flexibler aber genauso sicher sind.
  • Sicherheit: Die Branche produziert Schutzkleidung für Arbeitnehmer, Hilfskräfte und Verbraucher. So gibt es zum Beispiel Stoffe, die vor UV-Strahlung schützen oder aber Kleidung mit integrierter Mikrosystemtechnik, die die Temperatur erfasst und Kühl- oder Wärmesysteme aktiviert.
  • Spinnerei: Unter Spinnerei versteht man den Prozess der Garnherstellung aus speziellen Spinnfasern. Die Fasern sind entweder natürliche Spinnfasern oder Chemiespinnfasern. Das Spinnen kann per Hand oder maschinell durchgeführt werden, wobei ersteres heute kaum noch gemacht wird. Wird das Garn per Hand gesponnen, wird die Faser aus dem Spinnrocken gezogen, geordnet und mit Hilfe einer Handspindel gedreht und aufgewickelt. Bei der Verwendung eines Spinnrads erfolgt das Drehen und Aufwickeln automatisch. Nur die Ordnung der Fasern erfolgt noch per Hand.
  • Medizinischer Bereich: Die Branche arbeitet in Kooperation mit der Medizin und der Technik an der Integration von Überwachungs- und Diagnosesystemen in Textilien. So soll eine einfachere Nachsorge und Diagnose zum Beispiel nach Eingriffen erfolgen können.
  • Kommunikation: Es wird daran gearbeitet jegliche Funktionen von mobilen Geräten (telefonieren, Musik hören uvm.) zu integrieren.

Berufe in der Bekleidungsproduktion:

Dem Wandel der Bekleidungsproduktion folgend, hat sich auch das Berufsfeld stark verändert. Klassische Berufe wie Näherinnen, Spinnerinnen und ähnliche handwerkliche Berufe wurden ersetzt durch Berufe aus den Bereichen: Marketing, Design, Vertrieb und Logistik.

Dennoch gibt es in dem Bereich einige Möglichkeiten einer Berufsausbildung, sowohl schulisch als auch akademisch. Ein sehr beliebtes Studium ist, das des Modedesigns. Die Zweige der Textiltechnik oder der Bekleidungstechnik werden durch ein sehr technisches Studium abgedeckt, im Zuge dessen sich die Studenten mit Faden-, Flächen- und Veredelungstechnologien befassen. Weitere Gebiete sind das Qualitätsmanagement und die Qualitätsbewertung. Für Modeinteressierte denen es schwerer fällt kreativ zu arbeiten, bietet die Branche das Studium Modemanagement an. Dieses Studium bereitet auf die Arbeit im Management eines Modeunternehmens vor.

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Regionale Verteilung

Wo sind die meisten Unternehmen der Branche Herstellung von Bekleidung ansässig? Hier sehen Sie den aktuellen Vergleich, geordnet nach Bundesländern und Städten.

Branchenstruktur

Die Brancheneinteilung folgt der WZ-2008, der offiziellen Klassifikation der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes. Die Zuordnung des Branchencodes wird von Creditreform auf der Basis der Handelsregistereintragung zum Gegenstand des Unternehmens (und ggf. weiterer Informationen) vorgenommen.

C: Verarbeitendes Gewerbe

Neugründungen und Insolvenzen

Die FirmenWissen-Datenbank enthält aktuelle Daten zu Neugründungen und Insolvenzen.

Firmenadressen – Herstellung von Bekleidung

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