Arbeitsvermittlung in Deutschland

Die folgende Marktanalyse bietet Ihnen den idealen Einstieg mit Daten, Zahlen und Fakten aus der FirmenWissen/Creditreform-Datenbank für Wirtschaftsauskünfte. Creditreform ist Marktführer – kein anderer Wettbewerber bietet eine höhere Qualität, Aktualität und Vollständigkeit.

Inhalt

Überblick zur Branche Arbeitsvermittlung in Deutschland

Im aktuellen Datenbestand von FirmenWissen sind 12.660 Unternehmen in der Branche Arbeitsvermittlung gelistet. Die größte Anzahl von Unternehmen ist in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg ansässig. Das durchschnittliche Unternehmensalter in diesem Wirtschaftszweig liegt bei 8 Jahren.

Umsatz
In der Branche Arbeitsvermittlung liegt der durchschnittliche Umsatz eines Unternehmens bei 1.836.197,00 Euro. Im letzten Jahr veränderte sich der Umsatz durchschnittlich um +2,56 Prozent.

Personal
Die Anzahl der Mitarbeiter liegt im Mittel bei 3 Mitarbeitern. Das Alter von Managern liegt im Schnitt bei 49 Jahren mit einer Beschäftigungsdauer von 5 Jahren. Die Frauenquote im Management liegt im Durchschnitt bei 27,96 Prozent.

Entwicklung
Innerhalb des letzten Jahres haben 207 Unternehmen in der Branche Insolvenz angemeldet. Dem gegenüber stehen 878 Unternehmen, die im selben Zeitraum neu gegründet wurden.

Anzahl der Einträge in der Branche
Quelle: Creditreform/FirmenWissen-Datenbank am 11.12.2019

12.660

Unternehmen

Durchschnittliches
Unternehmensalter

8

Jahre

Durchschnittlicher
Umsatz

1,8

Mio. Euro

Durchschnittliche
Umsatzentwicklung

2,56

Prozent

Durchschnittliche
Mitarbeiteranzahl

3

Personen

Anzahl
Neugründungen

878

im letzten Jahr

Anzahl
Insolvenzen

207

im letzten Jahr

Weiterführende Informationen zur Branche:

Innerhalb der Arbeitsvermittlung geht es in erster Linie darum Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammenzuführen und offene Stellen mit qualifizierten Bewerbern zu besetzen. Bei der Arbeitsvermittlung handelt es sich um einen vielschichtigen Prozess, der sowohl durch die Agentur für Arbeit, durch Jobcenter und innerhalb eines privaten Auftrags ausgeführt werden kann. In Deutschland sind die meisten Arbeitsvermittler Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit oder der Jobcenter, die zu ihrer Unterstützung Dritte mit der Vermittlung oder mit Teilaufgaben der Vermittlung beauftragen können.

Allgemein ist anzubringen, dass die Deutschen mit der öffentlichen Arbeitsvermittlung extrem unzufrieden sind. So kam man bei einer europaweiten Befragung bezüglich der Qualität der öffentlichen Arbeitsvermittlung zu dem Ergebnis, dass 41% der Deutschen diese als ziemlich schlecht einstuften (Auswahl für die Angaben waren: sehr gut, ziemlich gut, ziemlich schlecht, sehr schlecht, weiß nicht). 18% der Deutschen gaben sogar an, dass die Qualität der öffentlichen Arbeitsvermittlung in ihrem Land als sehr schlecht zu bewerten sei. Diese Befragung zeigte außerdem, dass die Deutschen mit der Qualität der öffentlichen Arbeitsvermittlung deutlich unzufriedener sind als der errechnete Durchschnittswert der EU (Angaben in der EU innerhalb der Befragung: Ziemlich schlecht: 33%; Sehr schlecht: 11%).

Geschichte der Arbeitsvermittlung:

Erste Ansätze hinsichtlich einer Arbeitsvermittlung entstanden in Deutschland aufgrund einer Krise zwischen 1834–1837 sowie den nachfolgenden Hungerjahren. In Dresden gründete die Leiterin der Armen-Arbeitsanstalt Henriette Heber 1840 den „Verein für Arbeit und Arbeiternachweisung“. Im Jahr 1893 machte man in einem reichsweiten Kongress einen Vorschlag dazu, kommunale Einrichtungen zur Arbeitsvermittlung zu schaffen. Diese sollten Meldungen zu offenen Stellen notieren und an passende arbeitssuchende Bewerber weitergeben. Zwei Jahre später gründete die Stadt München nach dem Vorbild von Stuttgart und Karlsruhe einen kommunalen Zentralarbeitsnachweis. In den nachfolgenden Jahren folgten weitere Kommunen und Länder, die eine öffentlich geregelte Arbeitsvermittlung (teils in enger Verbindung mit kirchlichen und privaten Fürsorgeeinrichtungen) einrichteten.

Nach Ende des Ersten Weltkrieges (1914–1918) sorgten die Bestimmungen des Versailler Vertrags für eine massive Verkleinerung des Deutschen Heeres, was zur Folge hatte, dass viele Soldaten entlassen wurden. Im Besonderen Kriegsinvalide litten unter ihrer Situation, da sie entweder arbeitsunfähig waren oder teilweise durch ihre Behinderungen keine Stelle mehr bekamen. Hinzu kam die Umstellung von Deutschlands Kriegsökonomie zu einer Friedenswirtschaft, gefolgt von einer Inflation, die von 1914 bis 1923 andauerte.

Diese Umstände sorgten dafür, dass 1920 in Deutschland eine Arbeitsvermittlung des Reichsamtes entstand. 1922 folgte das Arbeitsnachweisgesetz (ANG), das die Arbeitsvermittlung auf kommunaler Ebene organisierte und das Reichsamt für Arbeitsvermittlung in der Reichsarbeitsverwaltung unterbrachte. Das Zusammenführen von Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung, wie es auch heute noch in Deutschland üblich ist, kam erst mit dem Gesetz über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung (AVAVG) vom Juli 1927 zustande. Damit wurde die gesetzliche Grundlage für die Errichtung der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung (RAfAuA) geschaffen.

Aufbau der Branche:

Die Arbeitsvermittlung ist, wie bereits angeführt, ein vielschichtiger Prozess. So gehört es zu den Aufgaben von Arbeitsvermittlern Angebot und Nachfrage des Arbeitsmarktes zusammenzuführen. Mit dieser Aufgabe geht große Verantwortung einher, da die Arbeitsvermittlung maßgeblich ein Marktversagen verringern bzw. vermeiden kann. Ein einseitiger Blick auf den Arbeitsmarkt reicht dabei nicht aus, um einen sinnvollen Abgleich von Bewerbern und offenen Stellen durchführen zu können.

Maßgebliche Änderungen innerhalb dieser Branche brachte die Einführung der "Hartz-Gesetze", welche die öffentliche Arbeitsvermittlung stark reformierte. Dabei ist anzumerken, dass es sich bei der Vermittlung nach dem Sozialgesetzbuch III um eine Pflichtleistung handelt, die man keinem Bewerber verwehren kann. Des Weiteren ist die Arbeitsvermittlung selbst an gewisse Grundsätze gebunden, die hauptsächlich in §36 SGB III geregelt werden. Zudem gibt es bei der Arbeitsvermittlung gleich drei Vermittlungsstrategien, um eine offene Stelle zu besetzen. Es existiert die sogenannte bewerberorientierte Vermittlung (Vermittler suchen passende Stelle für Bewerber), die stellenorientierte Vermittlung (man sucht von der offenen Stelle aus, angemessene Bewerber) sowie eine Mischform dieser beiden bereits genannten Vermittlungsstrategien.

Berufe in der Arbeitsvermittlung:

Ein typischer Beruf bei der Arbeitsvermittlung ist der Arbeitsvermittler/die Arbeitsvermittlerin. In diesem Beruf gehört es dazu, Aufgaben rund um die Vermittlung, Beratung und Integration mit Arbeitssuchenden zu übernehmen. Eine weitere Aufgabe ist es die Arbeitgeber hinsichtlich ihrer Personalbeschaffung zu beraten. Des Weiteren gehört es zum Alltag dieses Berufes Anträge auf Leistungen zur Arbeitsförderung zu bearbeiten. In Deutschland sind Arbeitsvermittler im öffentlichen Dienst u.a. bei den lokalen Agenturen für Arbeit und den Jobcentern der Bundesagentur für Arbeit beschäftigt. Als Arbeitsvermittler kann man auch als Angestellter oder Selbständiger bei privaten Arbeitsvermittlungen arbeiten.

Bis 2005 bot man in der Fachhochschule des Bundes in Mannheim und Schwerin den Studiengang Arbeitsförderung an. Seit 2006 bietet die Hochschule der Bundesagentur für Arbeit - eine staatlich anerkannte Fachhochschule für Arbeitsmarktmanagement - mit Sitz in Mannheim und Schwerin, einen Studiengang Arbeitsmarktmanagement an, der u.a. auf die Tätigkeit eines Arbeitsvermittlers vorbereitet. Quereinsteiger aus anderen Berufen haben die Möglichkeit sich weiterzubilden (Zertifikat Global Career Development Facilitator) und damit in Jobcentern oder Optionskommunen als Arbeitsvermittler tätig zu werden.

Regionale Verteilung

Wo sind die meisten Unternehmen der Branche Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften ansässig? Hier sehen Sie den aktuellen Vergleich, geordnet nach Bundesländern und Städten.

Branchenstruktur

Die Brancheneinteilung folgt der WZ-2008, der offiziellen Klassifikation der Wirtschaftszweige des Statistischen Bundesamtes. Die Zuordnung des Branchencodes wird von Creditreform auf der Basis der Handelsregistereintragung zum Gegenstand des Unternehmens (und ggf. weiterer Informationen) vorgenommen.

N: Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen

Neugründungen und Insolvenzen

Die FirmenWissen-Datenbank enthält aktuelle Daten zu Neugründungen und Insolvenzen.

Firmenadressen – Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften

FirmenWissen bietet Ihnen aktuelle und bonitätsgeprüfte Firmenadressen aus der Branche Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften für Ihre Aktivitäten im B2B‑Marketing. Die Firmendaten werden in den 130 deutschen Geschäftsstellen von Creditreform sorgfältig recherchiert, zeichnen sich durch eine besonders hohe Qualität aus und enthalten:

  • Firmenname
  • vollständige postalische Anschrift
  • Telefon- und Faxnummer
  • E-Mail-Adresse und Website
  • Namen und Funktion aller Manager
  • Umsatz, Mitarbeiteranzahl, Ansprechpartner und viele weitere Merkmale verfügbar

Lassen Sie sich eine kostenlose Potentialanalyse zu aktuellen und bonitätsgeprüften Marketingadressen erstellen.

Einen Moment bitte...

Ihre Anfrage wird bearbeitet.