Energieversorgung in Deutschland steht auf finanziell stabilen Füßen

statista branchenreport

Neue Kooperation zwischen der Creditreform Rating AG, Statista und firmenwissen.de veröffentlicht ersten Branchenbericht Der erste veröffentlichte Branchenbericht untersucht die finanzielle Stabilität der Energieversorgung in Deutschland. Besonderes Augenmerk wird dabei auf Unternehmen aus dem Bereich Erneuerbare Energien gelegt, denen im Zuge der jüngst eingeläuteten Energiewende künftig eine Schlüsselrolle zukommen wird.

Aktuell sind rund 17.600 Unternehmen der Energieerzeugung in der Creditreform Datenbank registriert. Aufgrund des Booms der Erneuerbaren Energien wächst diese Zahl stetig, seit 2006 um ganze 85 Prozent. Allein im Jahre 2010 wurden 3.445 Unternehmen neu eingetragen - überwiegend aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien. Meist handelt es sich dabei um kleine Anbieter mit einem Jahresumsatz von unter 500.000 €.

Schwächen in der Finanzierungsstruktur

Das noch geringe Alter der Unternehmen und ihre geringe Größe im Vergleich zu den getätigten Investitionen spiegelt sich auch in der Kapital- und Finanzierungsstruktur wider. Schwächen zeigen sich vor allem bei der Eigenkapitalausstattung: Mit 37,3 Prozent ist ein höherer Anteil als im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt (25,3 Prozent) mit einer Eigenkapitalquote von unter zehn Prozent ausgestattet und damit nur schwach kapitalisiert.

Allerdings muss für die häufig hohen Anfangsinvestitionen, beispielsweise beim Anlagenbau, oftmals auch Fremdkapital eingesetzt werden, was die Eigenkapitalquote verringert. Hinzu kommt, dass Kredite meist zinsvergünstigt angeboten werden (KfW-Förderung) und die Unternehmen aufgrund ihres noch geringen Alters kaum Kapitalrücklagen bilden konnten.

Geringe Ausfallquote - Branche profitiert von der Politik

Insgesamt ist die Zahl der Insolvenzen in der Branche mit nur 32 im Gesamtjahr 2010 vergleichsweise gering. Auf 10.000 Unternehmen kommen 18, die ein hartes gerichtliches Negativmerkmal wie einen Insolvenzantrag aufweisen. Im gesamtwirtschaftlichen Durchschnitt liegt diese Quote bei 220 und damit deutlich höher. Allerdings wird die finanzielle Stabilität der Branche auch von Einflüssen der öffentlichen Hand wie der gezielten Förderpolitik (z.B. über die Einspeisevergütung) bestimmt, so dass abzuwarten bleibt, wie die Branche sich entwickelt, sollte die Förderung eines Tages zurückgefahren werden.

Insgesamt ist die Branche also gut aufgestellt und bereit, ihrer Schlüsselrolle im Rahmen der eingeläuteten Energiewende gerecht zu werden.

Zur Kooperation

Die Creditreform Rating AG, Spezialistin für Ratings mittelständischer Unternehmen, das Online-Portal Statista und www.firmenwissen.de bieten ab sofort fundierte und aktuelle Untersuchungen unterschiedlichster Branchen in Deutschland an. Damit haben sich drei Experten auf dem Gebiet der Wirtschaftsanalyse zusammengefunden, die ihr gesamtes Know-how in die Bewertung von Schlüsselbranchen einbringen können.

Neuss, 26. Juli 2011





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