Mobile Shopping: Deutsche Einzelhändler ganz groß

News-Beitrag vom 01.01.1970

M-Commerce ist in Deutschland angekommen. Wie aus der aktuellen Studie 'Smart Shopping' unter 2166 Konsumenten hervorgeht, haben bereits gut ein Drittel der Verbraucher über das Smartphone oder das Tablet eingekauft und 74 Prozent sich vor einem Kauf unterwegs über Produkte informiert.

Foto: lassedesignen. Fotolia.com
Keynote Competitive Research, die Industrie-Analysten-Gruppe von Keynote Systems, Anbieter von Internet- und mobilem Cloud-Testing und Monitoring, misst und testet regelmäßig die Performance von Websites. Im Testingbericht des ersten Quartals (von 1. Januar bis 31. März 2012) waren die Websites von 18 Top-Einzelhändlern auf dem Prüfstand. Untersucht und ausgewertet wurden die Downloadgeschwindigkeit sowie die Verfügbarkeit von Unternehmensseiten aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Australien, Japan und Schweden.

Durchgehend auf Platz eins landete der deutsche Versandhandel OTTO mit einer Durchschnittsladezeit von 4,71 Sekunden über die letzten drei Monate. Den zweiten Platz sicherte sich der Discounter ALDI mit 5,36 Sekunden. Dahinter folgen das französische Modelabel Chanel (5,96), der englische Versandhandel Marks & Spencer (6,03) sowie Amazon Deutschland (6,05).

Auf den hinteren Platzierungen landeten die französische Supermarktkette Carrefour mit einem Peak von 56,45 Sekunden, die schwedische Warenhauskette Ahlens (40,13) sowie das japanische Shopping-Portal Rakuten (24,38).

Als Hemmschwellen für den mobilen Einkauf werden hohe Kosten für das mobile Surfen (69 Prozent), eine schlechte Infrastruktur kostenloser öffentlicher WLAN-Netze (69 Prozent), der Sicherheitsaspekt beim Bezahlen sowie geringe Transparenz bei Kaufverträgen (59 Prozent) ins Feld geführt. Ein weiterer wichtiger Faktor beim M-Commerce ist aber die Performance der Websites selbst.

Bei der Erreichbarkeit der Website lagen die internationalen Einzelhändler aber wieder dicht zusammen. So trennten Amazon Japan, deren Website im Januar zu 100% erreichbar war, und Rakuten, die im März nur 93,38% der potentiellen Seitenaufrufe komplett bearbeiten konnten, lediglich 6,62 Prozentpunkte. Das Gros der beobachteten Seiten lag bei einer Erreichbarkeit um die 99 Prozent.

"Damit sich M-Commerce in Zukunft noch schneller und besser etablieren kann, ist es notwendig, dass die Vorbehalte der Kunden im Bereich der Performanceleistung und der Infrastruktur ernst genommen werden und kontinuierlich an deren Abbau seitens der Betreiber gearbeitet wird. Nur so kann dem Kunden der mobile Einkauf als echte Alternative schmackhaft gemacht werden", erklärt Kai Ahrendt, Manager für D-A-CH, Benelux und Osteuropa bei Keynote Systems. Pressebox.de