Mobile Shopping: Deutsche Einzelhändler ganz groß
Artikel vom 01.01.1970
M-Commerce ist in Deutschland angekommen. Wie aus der aktuellen Studie 'Smart Shopping' unter 2166 Konsumenten hervorgeht, haben bereits gut ein Drittel der Verbraucher über das Smartphone oder das Tablet eingekauft und 74 Prozent sich vor einem Kauf unterwegs über Produkte informiert.

Durchgehend auf Platz eins landete der deutsche Versandhandel OTTO mit einer Durchschnittsladezeit von 4,71 Sekunden über die letzten drei Monate. Den zweiten Platz sicherte sich der Discounter ALDI mit 5,36 Sekunden. Dahinter folgen das französische Modelabel Chanel (5,96), der englische Versandhandel Marks & Spencer (6,03) sowie Amazon Deutschland (6,05).
Auf den hinteren Platzierungen landeten die französische Supermarktkette Carrefour mit einem Peak von 56,45 Sekunden, die schwedische Warenhauskette Ahlens (40,13) sowie das japanische Shopping-Portal Rakuten (24,38).
Als Hemmschwellen für den mobilen Einkauf werden hohe Kosten für das mobile
Surfen (69 Prozent), eine schlechte Infrastruktur kostenloser öffentlicher
WLAN-Netze (69 Prozent), der Sicherheitsaspekt beim Bezahlen sowie geringe
Transparenz bei Kaufverträgen (59 Prozent) ins Feld geführt. Ein weiterer
wichtiger Faktor beim M-Commerce ist aber die Performance der Websites selbst.
Bei der Erreichbarkeit der Website lagen die internationalen Einzelhändler aber
wieder dicht zusammen. So trennten Amazon Japan, deren Website im Januar zu
100% erreichbar war, und Rakuten, die im März nur 93,38% der potentiellen
Seitenaufrufe komplett bearbeiten konnten, lediglich 6,62 Prozentpunkte. Das
Gros der beobachteten Seiten lag bei einer Erreichbarkeit um die 99 Prozent.
"Damit sich M-Commerce in Zukunft noch schneller und besser etablieren
kann, ist es notwendig, dass die Vorbehalte der Kunden im Bereich der
Performanceleistung und der Infrastruktur ernst genommen werden und
kontinuierlich an deren Abbau seitens der Betreiber gearbeitet wird. Nur so
kann dem Kunden der mobile Einkauf als echte Alternative schmackhaft gemacht
werden", erklärt Kai Ahrendt, Manager für D-A-CH, Benelux und Osteuropa
bei Keynote Systems. Pressebox.de


